Windbeutel Blog

Flet war tapfer

Jan 242011

Heute Vormittag wurden Flet's Fäden gezogen. Mein Bub war richtig tapfer, auch wenn er am ganzen Körper geschlottert hat wie Espenlaub.
Nur einmal kurz gequiekt und dann war der letzte, der 8 Fäden auch schon gezogen.
An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an unsere Tierärztin Dr. Krinn, die bei uns einen Hausbesuch machte, da wir leider momentan nicht sonderlich mobil sind.

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Die Fäden gestern noch drin.

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Das waren die 8 starren, harten "Übeltäter", die so fies gejuckt haben.

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Nach dem Fäden ziehen. Jetzt ist weiterhin Wundpflege angesagt, dass die restlichen Krüstchen auch noch verschwinden.

Neuer Karabiner am Hundesicherheitsgurt

Jan 222011

Nach den Erfahrungen des Unfalls am 12.01.2011, wo leider der Karabiner des Hundesicherheitsgurts total verbogen war und was noch viel schlimmer ist: Flet war nach dem Unfall frei im Auto, was eigentlich lt. Hersteller verhindert werden soll.

Hier zeigen wir jetzt unsere Lösung des Problems:

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Ein Karabiner aus dem Bergsteiger- und Kletterbedarf, den ein ortsansässiger Sattler an dem Gurt befestigt hat.

Solche Karabiner sind für 7 - 15 € zu bekommen, und die Arbeit des Sattlers beträgt ca. 5 € zzgl. des Preises des Hundesicherheitsgurtes von 10 €.

Beim Brustgeschirr empfehle ich das Starter-Geschirr von der Fa. Phönix.

Warum haben wir uns für das Starter-Geschirr entschieden?
Zum Einen hat Flet keinerlei Verletzungen oder Prellungen die vom Geschirr herrühren. Zum Anderen hat das Geschirr einen Haltegriff aus Gurtband das gleichzeitig zum Anleinen und Sichern verwendet wird, in das jetzt der neue Karabiner ohne jeglichen weiteren Metallbeschlag eingehängt werden kann.
Damit reduzieren sich deutlich die Teile, die im Falle eines Unfalls kaputt gehen können.
Das Starter-Geschirr besitzt funktionsbedingt über eine Reißleine die Möglichkeit den Hund nach einem Unfall komplett vom Geschirr zu trennen ohne, dass der Karabiner oder Gurt gelöst werden müssen.

Hundesicherung im Auto

Jan 192011

Ich möchte Sabine Brenner-Pantorotto herzlich danken, dass sie das Thema Hundesicherung im Auto aufgrund meines Unfalls aufgegriffen hat.
Es ist in meinen Augen ein viel zu wichtiges Thema, um es angesichts der Bilder im Blog-Eintrag darunter unaufgegriffen zu lassen!!

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Flet's Wunde aktuell heute: frisch mit antibakteriellen Silber-Spray behandelt. Nächsten Montag werden die Fäden gezogen!
Die Hämatome haben sich dank Traumeel sehr gut in den Griff kriegen lassen und sind inzwischen vollständig abgebaut. Der Unfall liegt heute genau 1 Woche zurück.

Autounfall mit Totalschaden

Jan 192011

Vergangenen Mittwoch (12.01.2011) hatten Flet und ich in München einen Autounfall mit Totalschaden.
Ich wollte an einer sehr großen Kreuzung (ingesamt 6-spurig) links abbiegen und wurde von einem Fahrzeug des Gegenverkehrs in die Beifahrerseite gerammt mit ca. 60 km/h. Uns versetzte es gute 15 Meter auf eine große Verkehrsinsel. Sämtliche Airbags im Auto haben sich geöffnet.
Flet war angegurtet und ihm ist außer einer großen Platzwunde am rechten Ellenbogen und diversen Hämatomen nichts passiert. Er stand ungefähr os lange unter Schock wie ich, ca. 2-3 Stunden.
Ich hatte Prellungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, 6 verschobene Wirbel der Brustwirbelsäule, Prellungen der Knie, diverse Blutergüsse, leichte Verbrennungen durch den Airbag, eine Jochbeinprellung beidseitig, ein Schleuder- sowie Knalltrauma und 2 gebrochene Rippen.
Der Unfall passierte um 12:35 Uhr und Flet wurde dann um 16:00 sediert, in Vollnarkose gelegt und genäht.

Bilder des Inferno's: 

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Direkt nach dem Unfall (das Auto war 2,5 Monate alt)

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Die Stoßstange des Unfall-Gegners stecke komplett im Auto fest.

Ein trauriger Jahrestag

Jan 122012

Genau heute vor einem Jahr, hatte ich den schweren Autounfall mit Flet.

Die Konsequenzen dieses Unfall's haben mich (in Form einer Führerscheinnachschulung, Probezeitverlängerung auf 4 Jahre und Zahlung des Bußgeldes) und Flet (der Angst vorm Autofahren hatte) fast das ganze Jahr 2011 in Atem gehalten.
Nun ist es ein Jahr her und aktuell ist es 13:10 Uhr.
Um 12:35 Uhr ereignete sich der Unfall. Ich kann leider immernoch die Bilder des Unfall's vor meinem inneren Auge abrufen. Aber seitdem hat sich einiges getan. Im Oktober habe ich an einem Intensiv-Fahrsicherheitstraining teilgenommen und ab April 2011 hatte Flet keine Angst mehr Auto zu fahren. Flet's Platzwunde ist mit der Zeit sehr gut verheilt, auch wenn dort nie mehr Fell nachwachsen wird. Das ist aber zweitrangig, denn das wichtigste ist, dass Flet und ich am Leben sind.

In einigen Windhund- und Whippetforum habe ich eine Diskussion angestoßen, über das Thema "Hundesicherung im Auto". Unter anderem hat auch Animagi, auf meinen Vorschlag hin, das Thema aufgegriffen, dass hier nachzulesen ist!

Ich verzichte bewusst darauf, nochmals Bilder von unserem Unfallauto zu zeigen.

Mir ging es im Januar 2011, kurz nach meinem und Flet's Autounfall nicht darum im Thema "Hundesicherung" zu belehren, sondern darum, dass sich jeder darüber Gedanken macht. Denn die Hundesicherung im Auto betrifft so gut wie jeden Hundebesitzer. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten den Hund zu sichern:
Durch eine Box auf der Rückbank, durch eine Box im Kofferraum, durch ein Gurtsystem, Trenngitter sowie Gepäckraumteiler und vieles mehr. Jeder sollte für sich eine Lösung der Hundesicherung finden.

Unsere Lösung heißt: Flet bleibt in der Fahrgastzelle (Rückbank) mit Gurtsystem (wenn wir das Gurtsystem gepimpt haben) gesichert.

Das Jahr 2011 - turbolent, emotional und ruhelos

Dez 192011

Das Jahr 2011 war für uns sehr emotional und voller Höhen und Tiefen!

Das Jahr 2011 war gerade mal 12 Tage jung, da hatte ich mit Flet diesen schlimmen Autounfall in München. Einige werden sich sicherlich noch an die Bilder des Unfallwagens auf Flet's alter Homepage erinnern. Nun ist der Unfall schon wieder fast ein Jahr her und Flet hat glücklicherweise nur eine mittelauffällige Narbe am rechten Ellenbogen zurück behalten.
Kurz nach dem Autounfall, einige Tage nachdem Flet die Fäden gezogen wurden, prellte er sich ziemlich heftig seine rechte Schulter und hatte eine Woche später einen Hexenschuss. Wir begannen mit ihm mit Physiotherapie, die ihm gut half.
Mich machte es kurze Zeit später sehr stutzig, warum er plötzlich nur noch sehr beschwerlich aufstehen konnte und permanet Schmerzen am ganzen Körper zu haben schien.
Ein weiterer Besuch in einer anderen Tierklinik brachte dann Klarheit. Es war eine Knochenentzündung. Diese wurde mit 4-wöchiger Schmerzmittelgabe behandelt und heilte vollständig aus.
Wir hatten den Eindruck, die Turbolenzen dieses Jahres seinen überstanden, aber wir sollten uns noch gehörig irren. Kurz bevor unser erster Urlaub dieses Jahres vor der Tür stand, ließen wir nochmals Flet Blut beim Tierarzt untersuchen. Als wir auf dem Rückweg waren, schob' uns ja fast ein Reisebus von der Autobahn. Als wir dann bei der Polizei bei uns im Ort Anzeige erstatteten und das Gebäude verlassen wollten, wurde Flet von einem Border Colli-Rüden angefallen. Dank Günter's schneller eingreifender Reaktion konnte er schlimmeres verhindern. Der andere Rüde hatte die Absicht, Flet alle zu machen.
Es dauert danach einige Stunden bis Flet sich von diesem schlimmen Erlebnis erholt hatte.
Einen Tag später fuhren wir für wenige Tage in den Osterulaub. Es war erholsam, sonnig, warm und einfach sehr schön. Neue Kraft getankt spulten wir die 3 Wochen bis zu unserem nächstem Urlaub ab. Dieser war dann über Pfingsten - endlich kamen wir auch mal zur Ruhe. Flet war die ganzen 2 Wochen wie erschlagen und hat fast nur geschlafen.
Kaum aus dem Urlaub zurück, bekam Flet über mehrere Tage schlimme Bauchschmerzen. Wir behandeln erst homöophatisch, aber als auch das leider nicht mehr anschlug fuhren wir zum Tierarzt. Flet bekam eine Sedierung und der Bauchraum wurde geröngt.
Die angebliche Diagenose war niederschmetternd: ein männerhandgroßer Tumor im Bauchraum. Die darauffolgende Nacht war tränenreich, unruhig und emotional einfach grausam. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: Die Sedierung die Flet erhalten hat, war wohl vom Entwicklungsstand ein sehr altes Medikament, und Flet über 2 Tage wie betrunken. Er konnte fast nicht laufen und den Urin nicht mehr halten. Er weinte fast ununterbrochen und ahnten das Schlimmste.
Am selben Tag vereinbarte ich einen Termin hier in der Tierklinik in unserer Stadt und teilte auch die angebliche Diagnose mit.
Das gesamte Klinikpersonal war im Behandlungsraum versammelt und als wir Flet auf den Tisch stellten, sagte die Chefärztin sofort: "Ein männerhandgroßer Tumor in diesem Hund ist unmöglich!".
Flet wurde abgegriffen und die Röntgenaufnahmen des vorabends angesehen. Zur weiteren Abklärung wurde Flet's Bauch rasiert und ein Ultraschall gemacht.
Lediglich die Prostata war vergrößert sowie die Milz, was wohl bei einem intakten Rüden keine Seltenheit ist. Wir waren unglaublich erleichert. Die Woche darauf wurde weiter ausdiagnostiziert, wo Flet's Bauchschmerzen her kamen.
Montags gingen wir mit Flet erneut in die Klinik, er sollte nüchtern sein. Er war sogar so nüchtern, dass er morgens ins Wohnzimmer Galle erbrach. Es wurde Blut abgenommen, sowie ein Katheter gelegt und Urin genommen. Wir gingen mit Flet wieder nach Hause und fütterten ihn, dann warteten wir 30 Minuten und gingen wieder in die Klinik. Auf dem Weg dorthin nahmen wir auch gleich eine Kotprobe mit und Flet wurde wieder Blut abgenommen. Das Blutabnehmen sowie das Legen des Katheters hat Flet ganz tapfer gemacht!
Eine Woche später bekamen wir die Ergebnisse der Blut-, Urin und Kotuntersuchung.
Er hatte etwas Phosphatgries in der Blase und Entzündungswerte die von der Prostata kamen. Die Kotuntersuchung brachte an's Licht, dass er sehr viel Fett unverdaut ausscheidet, sowie Gallflüssigkeit. Die Blutuntersuchung präsentierte Gallsäurewerte im nüchternen Zustand die schon jenseits von Gut und Böse sind und im gefressenen Zustand noch heftiger. Die Leberwerte waren auch nicht Rahmen, aber es konnte nichts akutes entdeckt werden. Flet's Bauchspeicheldrüse arbeitet vollkommen normal.<BR>Die Chefin der Klinik erklärte sich die Bauchschmerzen anhand der Gallsäurewerte wie folgt:
Dadurch das wir Flet über Jahre viel zu fettreich ernährt haben, da er ja stark untergewichtig war, ist einfach viel zu viel Galle im Kreislauf. Die Gallblase läuft über und es wird so unkontrolliert Galle in den Darm abgegeben, die dann zu krampfartigen Bauchschmerzen führt. Normalerweise wird die überschüssige Galle, die beim Hund in den Darm gerät vom Körper sehr schnell resorbiert und kommt zurück in den Kreislauf zur Leber wo sie wieder für die Gallblase aufbereitet wird.
Wir erhielten den Tipp ihm magere Milchprodukte (ihm Rahmen seiner BARF-Ernährung) zu füttern. Flet wird seit Januar diesen Jahres gebarft. Wir reduzierten die Fettgabe in Form von Ölen und behielten aber im Auge, dass Flet seinen täglichen Fettbedarf von 10g über das Fleisch erhielt. Mittag's bekam er fortan immer Magerquark mit Kohlehydraten und Gemüse oder Obst. Es klappte prima. Flet ging es schnell besser, er schied die überschüssige Gallsäure über den Kot aus, der an manchen Tagen durch und durch gelb war.<BR>Nun füttern wir ihn seit einem guten halben Jahr mit möglichst wenig Fett und Magerquark. Seine Kotfarbe normalisiert sich zusehens. Er frisst viel lieber, hat sogar gut zugenommen und Bauchschmerzen haben wir nur noch höchst selten.
Wir konnten unseren 3-wöchigen Sommerulaub im August in vollen Zügen genießen und Flet war richtig gut drauf. Im Übergang vom Sommer zum Herbst hatte Flet wieder einen Hexenschuss, den wir aber osteophatisch sehr gut behandeln lassen konnten.
Ab Oktober gerieten wir endlich in ruhigere Fahrwasser dieses Jahr, trotzdem werden wir den Eindruck nicht los, dass das Jahr 2011 sprichwörtlich an uns vorbeigerauscht ist.

Ein Vierteljahr danach

Apr 122011

Heute ist Flet's und mein Autounfall auf den Tag genau ein Vierteljahr her.

Der Unfall sitzt uns schon noch ganz schön in den Knochen.
Flet's Narbe ist komplikationslos verheilt, aber leider sehr breit und lang. Es wird wohl noch dauern, bis da wieder Fell darüber wächst. Auf dem nachfolgenden Bild sieht die Narbe fälschlicherweise im oberen Teil sehr lila aus, durch das Fotografieren mit dem Blitz.

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