Windbeutel Blog

Trockenwaschgang in der Waschanlage

Dez 282018

Des Deutschen Paradedisziplin ist das Auto waschen. Wir gehören nicht zu den Autowasch-Fanatikern, aber gelegentlich muss man die Blechkutsche doch mal durch die Waschanlage jagen. Fluchs ist daraus auch gleich mal eine Lehrstunde für Carlotta geworden, was wir Zweibeiner so für abstruse Gepflogenheiten pflegen. Flet ist ein alter Hase im Punkto Waschanlage. Für Carlotta war es nun das erste Mal. Wegen der Alufelgen verzichteten wir auf eine Waschanlage in welcher das Auto mittels Förderband bewegt wird und wählten eine mit reinfahren, sitzen bleiben, waschen lassen und gut.
Wie so oft, schaute sich Carlotta auch in diesem Fall Flets Verhalten ab. Erstmal neugierig gucken (das sparte sich Flet großzügig), einmal den Kopf schütteln beim ersten Schwall Wasser aufs Auto, feststellen das man ja trocken bleibt und dann war dösen angesagt. Ganz geheuer war ihr die ganze Sache noch nicht, aber Wiederholungen machen den Profi. Und wir haben dann umso öfter ein sauberes Auto ;-)

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Kurz vorm Start...

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Die Waschbürsten sind am Heck zu Gange

Schneespaß mit Flet

Jan 032018

Flet lässt Schnee inzwischen sehr gemütlich angehen. Warum sich aufhaxen, wenn man das weiße kalte Zeug schon so viele Jahre kennt. Für einen kurzen Sprint ließ er sich dann aber doch hinreißen.

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Erstmal das wichtigste erledigen...

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Die Nashorngiraffe

Nov 222018

Letztes Wochenende gab es ein neues Spielzeug für die Hundebande: die Nashorngiraffe. Flet kam leider nur kurz in den Genuss die Nashorngiraffe sein eigen nennen zu dürfen, denn sobald Carlotta ein neues Spielzeug erspäht, hat Flet schlechte Karten.
Carlotta ging ordentlich mit dem zu bespielenden Neuankömmling ins Gericht, aktuell benötigt die Nashorngiraffe eine OP um eine Amputation aller 4 Beine zu verhindern ;-)

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Happy Birthday Carlotta

Dez 232018

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Der lustigste Galgo der Welt wird heute 3 Jahre alt. Carlotta's unbändige Lebensfreude macht uns Tag für Tag unendlich froh. Sie ist nun seit über einem Jahr bei uns und schon lange nicht mehr wegzudenken. Sie hat in dieser Zeit enorm an Sicherheit gewonnen, dass wir sie von Zeit zu Zeit bremsen müssen. Ihre Fröhlichkeit kennt oftmals keine Grenzen - Flet kann davon teilweise ein leidvolles Lied singen.
Carlotta genießt ihr Leben in vollen Zügen und kostet jede Sekunde voll aus. Wir wünschen ihr noch ganz viele schöne, unbeschwerte und fröhliche Jahre.

Die Madame und ihr Wurmi

Nov 182018

Carlottas Hauptaufgabe in den letzten 4 Wochen bestand fast ausschließlich darin Flet durch jede Menge Blödsinn ihrerseits aufzumuntern. Da wurden ihm haufenweise Spielzeuge gebracht, um ihn lustig wild Zähne klappend herumgetanzt (für Carlotta war es tanzen, für Flet eher herumschupsen durch den Hüftschwung des Galgo-Popos) und Carlotta betätigte sich einmal mehr in Spielzeugweitwurf.
Das hellblaue Wurmi mag Carlotta schon besonders gern, da sie das am besten beuteln und weitwerfen kann. Mal landet es in der Krone des großen Fikus im Wohnzimmer auf dem Fensterbrett, mal hinter dem Geschirrschrank bei der Stehlampe oder es rutscht zum millionsten Mal unters Sofa.
Auf Carlotta's Champions-League-Wurf in den Kornleuchter im Keller warten wir noch. Aber was den Weitwurf angeht ist die blaue Madame so hochbegabt, dass die Königsklasse kein Problem für sie sein dürfte.

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Bei Flet geht es aufwärts

Nov 022018

Nach nun 2 Wochen nach der OP können wir endlich sagen, dass es bei Flet bergauf geht.
Er ist wieder mobiler. Die Wunden der Kastration sind bis auf eine Mini-Kruste sehr gut verheilt, seine Penisschaftentzündung die ihn eine gute Woche plagte ist endlich Geschichte. Ganz langsam schrumpelt auch der übrig gebliebene linke Hodensack zusammen. Es geht nun endlich alles in die richtige Richtung der Genesung.
Sein OP-Shirt braucht er auch so gut wie nicht mehr tragen. Die Wunde am Oberschenkel heilt nun in großen Schritten.
Flet ist - wie in der Vergangenheit auch schon - ein vorbildlicher und braver Patient und lässt die Wunden nahezu vollständig in Ruhe.
Noch schläft er viel und ruht sich aus, aber wenn man morgens wieder ein gewisses schelmisches Blitzen in den Whippetaugen sieht - wissen wir, er wird wieder vollständig der alte, verrückte Knopf.

Zeitweise fegt er wieder mit Spielzeug übers Sofa und wir freuen uns riesig, dass er wieder Spaß am Leben hat. In den letzten Tagen hat er sogar eine halbe Stunde am Stück mit Kuscheltieren gespielt - was uns unglaubliche Freude bereitet. Wir genießen nun jeden einzelnen Tag mit ihm und hoffen, dass er sehr lange bei uns sein wird.

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Krustentiere mit weitreichenden Folgen

Okt 272018

Wir brauchten schon immer bei Flet und seinen Zipperlein eine gehörige Menge Galgenhumor. Im aktuellen Fall ist es leider etwas schwierig diesen aufrecht zu erhalten.

Was im Juli mit Rückenschmerzen, Bewegungseinschränkung und Demenz-Verdacht begann, nahm eine völlig unerwartete Wendung. Auch die sonst für Flets Rücken hilfreiche Osteopathie-Behandlung versagte und ließ uns ratlos zurück. Im September entdeckten wir einen leicht vergrößerten linken Hoden. Wir machten einen Termin in der Tierklinik, auch um die etwaige Demenz abzuklären.
Im Ultraschall sah man Gewebe im linken Hoden, was im Hoden nichts zu suchen hat. Der rechte Hoden hatte lediglich eine Zyste. Wir vereinbarten einen Termin zur Kastration am 19.10.2018.
Vom Kliniktermin bis zur OP waren es 5 Wochen die es zu überbrücken galt. Die Schmerzen bei Flet nahmen immer mehr zu und auch eine Kombination aus 3 Schmerzmitteln konnte diese nicht mehr stillen. In dieser Zeit konnten wir fast täglich zusehen wie der linke Hoden weiter wuchs. 2 Wochen vor der OP erhielten wir Flets Blutbild, welches typische Abweichungen für ein Tumorgeschehen zeigte. Dieses faxten wir erstmal in die Tierklinik um zu fragen, ob er bei den Blutwerten überhaupt opfähig ist.

Vor nun einer Woche wurde Flet kastriert, ein Lipom aus der Unterhaut im Oberschenkel entnommen und die Zähne professionell gereinigt (lt. Operateur nur Plaque, kein Zahnstein). Die Narkose hat er mit seinen fast 11 Jahren gut überstanden, die Wundschmerzen lassen sich gut mit mittelstarken Schmerzmittel behandeln.
Am Nachmittag nach der OP war Flet wieder ganz gut auf den Beinen und wollte eine Stange Wasser im Garten los werden. Er suchte sich eine geeignete Stelle, hob das Bein, ging einmal im Kreis, roch daran und markierte sofort drüber. Nachdem das ganze Schauspiel sich mehrmals wiederholte bis er leer war, müssten wir ihm nun glatt unterstellen, dass er seinen eigenen Urin-Geruch nicht mehr kennt. Auch Carlotta roch sichtlich irritiert an Flets Markierstellen.

4 Tage nach der OP, kam der Pathologie-Hammer: bösartiges Seminom - Krebs. Nur gut das der Tumor entfernt wurde, der Nebenhoden sowie der Samenstrang als tumorfrei einzustufen ist. Es war für uns ein gehöriger Schock, den es erstmal zu begreifen und zu verdauen galt.

In Mini-Schritten geht es bei Flet nun nach der OP bergauf. Grundsätzlich wirkt er etwas wacher, was darauf deutet, dass er die größten Schmerzen los ist und die Wundschmerzen erträglich sind. Ob sich die Krustentiere weiter vermehrt haben, liegt aktuell nur im Bereich der Mutmaßung.

Burgruine Kaltenburg - die Windbeutel hatten Spaß

Okt 152018

Bei uns im Umkreis haben wir eine schier endlose Zahl an Burgruinen und Höhlen. Das Wetter war gestern einfach nur ein Herbsttraum, den wir nicht ungenutzt lassen wollen und so suchten wir uns die Burgruine Kaltenburg heraus. In näherem Umkreis gelegen, keine endlose Anfahrt, Abwechslung für die Hunde und Ablenkung für uns Menschen von all den Sorgen mit Flet. Da unser kleiner Mann ab nächsten Wochenende für einige Zeit außer Gefecht ist boten sich Ausflüge an diesem Traumwochenende absolut an.
Wir fanden einen Parkplatz an der Ruine gelegen und marschierten los. Wir nahmen wie immer mal wieder nicht den offiziellen Weg zur Ruine sondern entschieden uns für einen 200m Stichweg mit sehr strammen Anstieg. Es soll ja weder den Hunden noch den Menschen langweilig werden ;-)
Von der Ruine konnten wir noch viel besichtigen, wobei wir die Hunde nicht in alle Bereiche mithin nahmen, da die Ruine einsturzgefährdet ist. Verschiedene Untergründe zum Kennenlernen für Carlotta gab es in Hülle und Fülle. Groben Schotter beispielsweise, der Madame an den Pfoten kein Wohlfühlprogramm verschaffte, aber die Koordination, Beweglichkeit der Pfoten, Trittsicherheit und Gleichgewicht schult. Flet überlegt sich für einen Moment ob er sich nicht auf dem Schotter auf die Seite packen sollte, da die Sonne die Steine gut erwärmt hatte und Flet einem ausgiebigen Sonnenbad nie abgeneigt ist.

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Der Aufstieg ist geschafft...

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Das letzte 1 % ist geschafft

Okt 062018

Wie in diesem Technik-Blog-Eintrag schon angekündigt, ist das letzte 1 % nun auch endlich geschafft und die Seitenüberarbeitung zu 100 % abgeschlossen:

- auf allen Unterseiten ist die Schriftart nun der im Blog gleich.
- die Rassestandards sind vollständig neu programmiert in HTML und auch neu und übersichtlicher formatiert.
- wir haben noch als kleinen Bonus 27 neue Bilder aus den vergangenen Monaten in die Galerie eingefügt.

Wir wünschen nun viel Vergnügen beim Stöbern!

Burgruine Flochberg - der Burgkönig und sein Burgfräulein

Sep 222018

Vergangenes Wochenende haben wir neben der Burgruine Schenkenstein die beeindruckende Burgruine Flochberg besucht. Diese riesige Gipfelburg war weithin zu sehen. Auf dem Rückweg von Schenkenstein konnten wir uns diesen magischen Ort nicht entgehen lassen.
Von Flochberg sind viele Mauerreste erhalten, daher werde ich die Burgruine in ihrer gigantischen Schönheit in einem separat folgenden Blog-Eintrag zeigen. 
Carlotta war fasziniert wie hoch oben man dort war und was es alles zu entdecken gab.

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Burgruine Schenkenstein: Viel Wald wenig Burg

Sep 182018

geschrieben von Flet

[Zitat Wegbeschreibung: [...]"am südöstlichen Ende des jüdischen Friedhofs links abbiegen und dem Waldweg bergan folgen"[...]] Und was macht meine sehr verehrte Spaßgesellschaft? Sie biegen mittig vom Friedhof links ab und sind fest der Meinung das das absolut korrekt sei. Was bleibt mir und Carlotta da denn anderes übrig als großzügige Wegmarkierungen anbringen, denn sonst finden wir die graue Kutsche ja nie wieder. Eine gewisse Planlosigkeit bei Ausflügen sind wir von den Leinenträgern schon gewöhnt, aber das sie nun auch noch zu schwach sind den sehr steilen Anstieg durch den Wald rauf zu kommen ist die Höhe. Hätten die Zweibeiner uns 4 Beiner mit 4-Pfoten-Spike-Antrieb nicht dabei gehabt, wären sie auf den letzten 5 Metern des Anstiegs glatt verhungert. Und oh Wunder oh Wunder, kaum den heftigen Anstieg bewältigt, stellen die grauen Zellen des versagten Navigationspersonals fest: "...oh, hier wäre der richtige Weg gewesen.".
Und plötzlich ist alles wieder fast wie immer. Wir stolperten an der Burg Schenkenstein fast vorbei, da fast nichts mehr übrig ist. Von einem verrotungssicherem Baukonzept haben die im Mittelalter wohl noch nie was gehört. Wenn die damals schon auf seinem winzigen Grundstück eine Burg bauen, dann sollte der Turm auch stehen bleiben, aber kein Wunder bei den heftigen Abbruchkanten rundherum.
Am ärgerlichsten war, dass ich mühsam den Hinweg markiert habe und dann gingen wir einen komplett anderen Weg zurück und mein Pipi war aufgebraucht.

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Pechvogel Flet

Sep 272018

Seit nun 4 Jahren bekommt Flet sein Epilepsie-Medikament, nun ist es wieder Zeit für ein generelles Gesundheits-Update unseres alten Knopfes. Das positivste zu erst: er ist nach wie vor anfallsfrei.

Seit Wochen plagt ihn eine sehr heftige Prellungen von 3 Rippen in der rechten Flanke mit einem dicken flächigen Bluterguss. Madame lustig-lustig ist beim Spielen im Garten ohne zu bremsen mit Fullspeed in ihn hineingekachelt. Flet wird osteopathisch sowie mit Schmerzmitteln behandelt, da er sich sonst gar nicht mehr bewegen könnte. Rippenprellungen sind leider langwierig, aber auch das wird verheilen.

Flet gehört leider nachwievor zu der Spezies, dass alles was man kriegen kann man wohl auch haben muss. Wenn es mit der Rippenprellung getan gewesen wäre, wäre das alles ja noch handlebar, aber der alte Knopf ist gelinde gesagt momentan ein absoluter Totalschaden.

Neben der Rippenprellung gab es noch einige zusätzlich Peripherie-Schäden mit dem Rennunfall in Verbindung stehen: verschobene Halswirbel, verschobenes und geprelltes Kreuzdarmbeingelenk. Und weil das Gestell aktuell, alles andere als fit ist, fiel er am Sonntag beim schütteln einfach um und knallte noch auf den linken Ellenbogen. Der ist nun ebenfalls geprellt.

Zusätzlich erschwerend kommt zu der ganzen Pechvogel-Geschichte nun auch noch ein massiv vergrößerter und schmerzhaft geschwollener Hoden. Deswegen waren wir Montag vor einer Woche in der Klinik. Dort wurde der Hoden geschallt und eine ungute Struktur entdeckt. Der Hoden hat sich in den 2 Wochen seit wir es entdeckt hatten weiter vergrößert und macht ihm leider auch ordentliche Schmerzen. In 3 Wochen wird er kastriert und wir müssen den Befund der Pathologie zu dem Hoden abwarten. Leider deutet alles auf keine gutartige Geschichte hin, da er uns gewichtsmäßig momentan ziemlich zusammen fällt, matt und antriebslos ist und infektanfälliger. Seit gestern hat er zusätzlich noch eine heftige Halsentzündung.

Aus all diesen Gründen verläuft unser aktueller Urlaub völlig anders als geplant, da mit Flet kaum Ausflüge möglich sind.

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BMW - des Rätselsauflösung

Aug 272018

Nun können wir das Rätsel auflösen, denn seit vergangenen Freitag hat Günter ein neues Spielzeug um auf die Arbeit zu cruisen.
Es zog zusätzlich zu 2 Autos und einem Wohnwagen eine BMW G310GS, die kleinste Gelände-Enduro von BMW, bei uns ein. Süße 34 PS, leichte 160 kg Gewicht und niedriger Verbrauch mit ca. 3,3 Liter pro 100km.

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BMW G 310 GS

Besuch bei Manni dem Mammut

Aug 262018

geschrieben von Carlotta

Flet hat mir ja nun doch ein bisschen was erzählt, was den heutigen Ausflug in einen archäologischen Park anbetraf. Er hob auf irgendetwas mit Ice Age, Manni dem Mammut, einem Säbelzahntiger, Sid das Faultier und Scrat das Säbelzahneichhörnchen ab. Ich verstand nur Bahnhof.
Nun sagt doch mal ihr Menschen, warum müsst ihr immer so komische Eingänge zu euren Kulturstätten bauen? Schmal, eng, steil und reine Betonwüste. Das kostete mich dann doch mal einige Überwindung dort mit hinein zu folgen. Kaum ist man durch den Eingang hindurch dann findet man da Platz ohne Ende vor. Kosten breite Türen etwa soviel Geld extra?
Als ich es geschafft hatte, bot sich mir ein atemberaubender Anblick. Ich blickte in ein wunderschönes Atrium - so nannnten es die Menschen, dahinter traumhaftschöne Landschaft. Wir liefen los. Flet machte mich beharrlich auf Manni das Mammut aufmerksam. Der kleine alte Knopf war regelrecht außer sich vor Aufregung und Freude über diesen Ausflug. Wo Flet ein angebliches Mammut sah, sah ich nur ein verschlugenenes Blechgestell.
[Anmerkung der Redaktion: Bilder von den Besonderheiten des Archäopark Vogelherd gibt es in einem gesonderten Blogeintrag.]
Ich weiß ja nicht was Menschen unter A-r-c-h-ä-o-l-o-g-i-e verstehen, aber ich glaube es ist die Kunst der nicht riechenden Kackhaufen am Wegesrand. Egal ob ich an Höhlenlöwen-, Gänsegeier-, Höhlenhyäne-, Wolf-, Höhlenbär- oder Steppenbison-Hinterlassenschaft schnüffelte - es roch nach nichts. Auch diese zahlreichen Metalwürfel an jeder Ecke, die versuchten Tierlaute zu imitieren fand ich äußerst obskur. Da war kein einziger Klang dabei, den ich kannte, wobei ich bei der Höhlenhyäne wirklich mal auflauschte.
Flet, jetzt hör' endlich mit diesem Ice Age-Geplapper auf, dass Mammut habe ich nicht gesehen, Säbelzahntiger-Hinterlassenschaften gab es nicht, Faultiere sind wir bei der Bergbesteigerei sicher auch nicht - okay ich hab's, jetzt kannst nur noch Du Flet Scrat sein. Ich glaube ich muss nun Scrat zu Dir sagen - denn das ist mir kürzlich auch erst passiert, dass sich mein Name änderte. Das einzige was ich hier bekanntes gesehen habe war wieder so eine komische Steinbehausung, aber viel großzügiger als die letzte. Man könnte hier schon glatt von einem Prunkbau sprechen, denn es gab 2 riesige Eingänge.
Menschen mit ihren Geduldsproben für uns Hunde. Flet ist schon Profi, ich noch nicht so ganz. Wenn die Leinenträger wenigstens ihr Futter und ihre Getränke zügig verzehren würden, wie wir Hunde, dann wäre das alles ja gar kein Problem. Da brauchen die doch wirklich für eine winzige Pfütze seltsam farbiges Wasser eine halbe Ewigkeit. Hat man euch nicht beigebracht: hingehen, trinken bis Durst gelöst und fertig?
Nun endlich, es sieht nach Aufbruch aus. Klar hätte ich mir ja denken könnten, so wie man herein kommt muss man auch wieder hinaus. Da ist sie wieder die enge Tür mit dem langen schmalen Betongang.
Kaum waren wir durch diesen komischen Eingang bzw. Ausgang durch gegangen, war die Welt wieder wie sie gehörte. Eindeutig daran zu erkennen, dass die Hinterlassenschaften von anderen Tieren wieder riechen, den tiefen Schnüffler an dem großen Haufen Pferdeäpfel mitten auf dem Weg hätte ich mir sparen können - boah hat das Zeug gestunken.

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Archäopark Vogelherd - der Park

Sep 052018

Am vorletzten Wochenende besuchten wir den Archäopark Vogelherd, eine UNESCO-Welterbestätte. Im Lonetal gelegen, landschaftlich wild, ursprünglich und wunderschön. Es wurde in diesem Park kulturhistorische Schätze von Weltrang gefunden.
Für Familien ist der Park durch viele steinzeitliche Mitmachstationen, wie: eine Speerwurf-Station, ein Ausgrabungsfeld, eine Grillstelle sowie ein umfangreiches Museum attraktiv.

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Das Lager der Mammutjäger

Da wo das Neander kocht

Aug 192018

geschrieben von Flet

Habe ich heute etwa ein Dejavu? Draußen Affenhitze und ich werde vor einem Felsen mit Loch aus dem Pick-Up gezerrt. Garantiert ist das wieder so eine Neander-Behausung, denn wie diese Spezies pflegt zu hausen weiß ich ja bereits, daher bin ich nun wirklich gespannt was mich hier erwartet.

Aber immerhin ist das hier idyllischer gelegen, denn ich muss nur aus dem Pick-Up hüpfen und es könnte schon los gehen gen' Neander-Behausung, wenn da nicht meine Madame wäre. Typisch großes blaues Kind, kaum angekommen, muss die erstmal Ballast abwerfen. Ich will ja nix sagen, die Idee ist nicht schlecht, denn ich kann so gut wie zu jedes Tages- und Nachtzeit. Aber pscht - nichts verraten!

Komisch, der Eingang dieser Behausung ist aber wirklich seltsam klein. Und warum ist es da drin hell? Hatten die Neandertaler etwa schon elektrisches Sonnenlicht? Na gut, egal erstmal rein da - die Leinenträger werden es schon irgendwie gebacken kriegen sich den Kopf nicht anzuhauen. Was soll ich sagen? Diesmal ist Kraxelei in der Behausung, aber in dem Punkt bin ich schon Spezialist.

Also diese Familie Neander ist schon ein seltsames Volk. Das mit dem elektrischen Sonnenlicht war eine Fehlinterpretation meinerseits es ist tatsächlich Sonnenlicht. Familie Neander hat kein Dach auf dem Haus. Ansonsten haben sie es sich hier wirklich raffiniert eingerichtet, mit Vorratsnieschen, alles elegant über 2 Stockwerke verteilt und große Wohnküche. Haben die Leinenträger nicht letztes Wochenende von einer ...küche gesprochen? Ah, jetzt hab ich's - ich weiß was hier ab ging. Diese Familie Neander hatte wohl einen Hang zu experimentieller Nahrungszubereitung, viel mehr meine ich, die haben sich glatt bei ihrer explosiven Kocherei das Dach weggesprengt. Man, man, man von Technik und Physik hat die Familie Neander mal wieder keine Ahnung. Also noch ein paar zusätzliche Fenster oder noch besser ein Dunstabzug hätten das Malheur verhindert. Das weiß doch jeder campingerfahrene Windhund, dass man die Feuerstelle separat belüften muss.

Das Essen der Neandertaler muss derartig explodiert sein, dass das komplette Gebiet um die Höhle kontaminiert wurde. Denn die Leinenträgerin kniete sich vor der Höhle hin um Bilder zu schießen, schrie plötzlich auf und rannte von der Terrantel gestochen zum Pick-Up. Was sie dort gemacht hat, konnte ich nicht sehen, ich habe sie nur jammern hören. Nun wundert mich nichts mehr, Neandertaler sind nicht nur Mietnomanden sondern auch Umweltbanausen. Kaum fliegt die Hexenküche in die Luft suchen sie auch schon das Weite.

Und wo ich hier so vor mich schwadroniere, hört mir Azubi Carlotta im fast 2. Lehrjahr überhaupt nicht zu. Sie bettelt immer um Informationen zu den verschiedensten Ereignissen und dann hat man es mal wieder nicht nötig zu zuhören. Gut, dann musst du nun selbst raus finden was Familie Neander hier getrieben hat oder Dir nochmal in Ruhe alle Bilder anschauen, denn man kann meinen Vortrag förmlich sehen. Hehe und damit es nicht zu einfach wird, folgt Teil 2 der Bilder demnächst. Nachricht an die Leinenträgerin: Mach's Carlotta nicht immer zu einfach!

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Die Hölle kann warten

Aug 152018

geschrieben von Flet

Das Carlotta und ich es ab und zu wirklich mit Spielen und Wildheit kunterbunt treiben kann ja mal vorkommen. Das die Leinenträger uns dabei hin und wieder gern zu Hölle wünschen endet dann in einer neuen Grundordnung und alles ist geklärt. Irgendwie müssen wir es aber letztens so dermaßen übertrieben haben, dass unser Personal uns nun persönlich in der Hölle abgeben will.

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Bitte die blauen Pfeile beachten

Kurz vor der Hölle bogen wir links ab, die Leinenträger hatten wohl noch ein Einsehen. Wir waren bei diesem langen Waldspaziergang wirklich mal artig und brav, kein Blödsinn, keine Jagdszenen in Hollywood und kein an der Leine zerren. Wir machten an einem Hexenhäuschen eine kurze Rast bevor es weiterging zur Hohlensteinhöhle - die die Leinenträger im dichten Gehölz mal wieder nicht fanden. Und was soll ich sagen, wir waren wohl so vorbildlich, dass wir nicht am Hexenhäuschen ausgesetzt wurden, sondern wieder zurück aus dem Wald ins Auto und mit nach Hause genommen wurden. Was das ganze wohl mit einer ominösen Hexenküche auf sich hat, erfahrt ihr am Wochenende.

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Das Hexenhäuschen ohne Küche mitten im Wald

BMW - Bitte mal warten

Aug 072018

geschrieben von Blue

Es gibt so Tage, die weiß ich nicht recht einzuordnen. Der Tag beginnt nach dem Frühstück augenblicklich und nicht nach einem Verdauungsschläfchen. Es werden komische Utensilien durch die Gegend geschleppt und bis man sich versieht sitzt man schon angegurtet auf der Rückbank im Auto. Los geht's!

Die Autofahrt an den Zielort war kurz und dann hieß es wieder mit Flet im Auto warten. Draußen höre ich laute Knatterkisten - die heranrauschen und wegfahren. Soweit ich das aus dem Auto erspähen konnte, sitzen seltsam verkleidete Leute darauf und reiten mit den Knatterkisten davon. Ich glaube, die Utensilien, die der Leinenträger ins Auto gepackt hat ergeben auch so eine komische Verkleidung. Aber mir dummes Hundchen erklärt man mal wieder nix. Flet brauche ich gar nicht erst zu fragen, der kennt das alles schon und schaut mich nur Allwissend an. Das hilft mir leider in meiner Wissensgier auch nicht weiter. Bei der Leinenträgerin die bei uns im Auto ist merke ich eine leichte Aufregung. Was ist da los? Wenn ich das richtig gesehen habe, ist der Leinenträger gerade mit so einer Knatterkiste weggebraust. Aber so cool wie die anderen hat er das mit dem davonreiten auf so einem Höllenhobel nicht hinbekommen, er musste das Knattergefährt öfters reanimieren. Eine Weile später kam er damit zurück und sah nicht sehr glücklich aus. Mein Lieblings Leinenträger scheint aber nicht so schnell aufzugeben, denn fluchs brauste er superzackig mit einem viel kleineren Knatterkistchen davon. Die Stimmung bei der Leinenträgerin besserte sich immer noch nicht. Sie blickte oftmals auf ihr Wischkästchen (Smartphone) und rollte mit den Augen. Ah, da kommt nun der Leinenträger wieder. Ich glaube die kleine Knatterkiste war viel besser zu reiten, denn er hatte richtig gute Laune. Seltsamerweise war die Laune der Leinenträgerin immer noch nicht besser. Ja, Flet nun bitte spare Dir Deinen vielsagenden Blick.

Es ging in der großen grauen Kutsche weiter, auf unsere letzte Station der Reise.

Diese verdammt laute Stadt kommt mir bekannt vor, hier war ich schon einmal als ich gerade nach Deutschland gekommen war. Juhu, endlich aussteigen und Pfoten vertreten. Puhh ist das hier heiß. Nun rein in ein mir sehr suspektes Gebäude. Was für Parallelen, auch hier ein ins Gebäude und erstmal Treppe nach oben laufen. Geschafft... Aber was ist das hier? Knatterkisten - soweit das Galgo-Auge reicht! Vor lauter gucken habe ich schon wieder übersehen, dass der Leinenträger abhanden kam. Die Leinenträgerin wirkt nun ruhiger.
Flet ist eine derartige Genuss-Zecke, er hat in diesem Show-Room zielstrebig das Sofa angesteuert und sich zum Schlafen gebettet. Und ich? Auf dieses tolle Sofa traue ich mich nicht, dann liege ich lieber zwischen den Knatterkisten auf den Fußboden, schnüffel an seltsam runden Löchern und trinke von Zeit zu Zeit einen Schluck Großstadt-Wasser, dass uns edlen Geschöpfen kredenzt wurde.
Die Knatterkisten sind mir weniger unheimlich als die vierrädrigen Kutschen.
Flet und ich sind die geheimen Stars hier, wir werden fotografiert, gestreichelt, bewundernd beobachtet und teilweise verwundert angesehen, weil wir so unauffällig sind in unserer Art. Ich weiß leider immer noch nicht, wo der Leinenträger ist. Beinahe hätte ich ihn gleich - als er wieder kam - gar nicht erkannt, da er die Verkleidung noch trug. Und dann stapelt er seine Verkleidung nun auch noch neben Flet auf dem Sofa, da kann ich mich dann erst recht nicht hinlegen.
Es folgt ein Palaver der Leinenträger über uns Windbeutel und dann gingen wir zurück zum Auto.

Kann mir mal jemand erklären, was hier abgeht? Nein Flet, behalte Deinen speziellen Blick für Dich!

Alle Utensilien wurden im Auto verstaut, dass brüllend heißt ist und es ging wieder nach Hause. Ich weiß ja nicht wie das mit diesen Kutschen funktioniert, kaum fährt man los ist es auch schon wieder kühl. Also wenn ihr nun mich fragt, da ist wieder irgendwas im Busch, was mir niemand sagen will. Auch die darauffolgenden Tage konnte ich die buchstäbliche Spannung in der Luft spüren.

Aufklärung folgt demnächst, denn es muss nun mal wieder frei nach dem Motto BMW - bitte mal warten, gewartet werden.

Und Flet der alte Knopf läuft mit dem Gesichtausdruck "ich weiß es, ich weiß es - Du muss noch so viel lernen" herum. Wirklich hilfreich, danke Flet!

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Blue entspannt

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Flet tiefenentspannt

Neuer Spaziergehweg

Jul 162018

Aktuell suchen wir neue Spaziergehwege für die Hunde aus mehreren Gründen: zum einen werden die Wege bei uns rund ums Dorf den Windbeuteln langsam langweilig und zum anderen gleicht ein Spaziergang mit solch manch anderer Hundebegegnung rund ums Dorf einem Spießrutenlauf. Da wir aber gerne entspannt Spazieren gehen wollen, wurden wir bei einer neuen Strecke ca. 20 km von unserem Wohnort entfernt fündig.
Es ist ein kleiner Rundweg, der beliebig ausdehnbar ist. Er führt anfangs an einem Bachlauf entlang, durch satte Kornfelder soweit das Auge reicht, ein kurzes Stück an einer Ortsverbindungsstraße mit seperaten Fuß- und Radweg und an einer Truthahnfarm vorbei zurück zum Startpunkt.
Für Blue hat das 2 positive Trainingseffekte: Zum einen mag das Mädel Autofahren inzwischen ganz gerne, was auf die Art schon mit eingebaut ist und dieses kurze Stück an der Ortsverbindungsstraße bekämpft ihre Hektik bei vorbeifahrenden Autos.

Nun ein paar Bilder von unserem neuen Spaziergehweg.

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Blutmond - zweiter Versuch

Aug 042018

Nach 7 Jahren Pause hat man einen zweiten Versuch verdient. Vor 7 Jahren, im Juni 2011, versuchten wir schon mal einen sogenannten Blutmond zu fotografieren. Damals machten uns pünktlich zum Blutmond die Wolken einen Strich durch die Rechnung, da half auch das beste Objektiv mit Stativ nichts.

Nun waagten wir einen zweiten Versuch, als wir ihn wieder am Himmel erspähten und diesmal klappte es... Hier ist er also...

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Rennspaß alá Blue - Patienten müssen im Green Room warten

Jul 082018

Freilauf ist leider momentan Flet nicht vergönnt, weil unser Pechvogel mal wieder voll zugeschlagen hat: dicker Bluterguss im Kniegelenk (damit hatten wir schon im November bei ihm zu tun) und heftige Prellungen von Hüfte und Kreuzdarmbeingelenk. Bei unserem alten Knopf ist Schongang angesagt.
Aber der Schongang betrifft Blue selbstverständlich nicht, daher gibt es heute mal wieder Bilder von ihrem täglichen Rennspaß durch den Garten.

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Unser Obstgarten

Jul 012018

In der Bilder-Serie Apfeljagd Teil I und Teil II war schon ein klein wenig zu sehen, dass wir dieses Jahr eine reiche Apfelernte zum Mosten erwarten. Heute möchte ich noch ein paar Bilder nachreichen, auf denen besser zu sehen ist wie viel es wohl werden wird.
Im Jahr 2016 wurde eine halbe Tonne von 2 Bäumen geerntet. Das Jahr 2017 war wegen eines erneuten Frosts in der Blütezeit mau. Dieses Jahr verspricht so ertragreich wie vor 2 Jahren zu werden.
Wir haben einen Baum der Sorte "Jakob Fischer" und einen der Sorte "Ontario" im Garten. Die Bäume sind gut und gerne über 60 Jahre alt, entsprechend groß gewachsen und haben satten Ertrag. Der Jakob Fischer ist ab Anfang bis Mitte September pflückreif. Die Äpfel erreichen eine ordentliche Größe und Gewicht. Sobald sie aber vom Baum fallen und nicht innerhalb von einer halben Stunde eingesammelt werden, verfaulen sie. Wir werfen meist in der Zeit von Mai bis September 3 bis 4 Biotonnen a' 240 Liter voll weg. Wir rechnen mit mindestens 250 kg Äpfel nur vom Jakob Fischer zur Ernte im September.
Der Ontario ist ein sogenannter Winterapfel, der Baum hat dieses Jahr aber sehr früh geblüht. Mitte Oktober bis Mitte November ist der Ontario pflückreif und ist bei richtiger Lagerung den ganzen Winter und Frühjahr (Dezember bis Mai) über genussreif. Wir schätzen, dass der Ontario uns dieses Jahr mindestens 250 kg, wenn nicht um einiges mehr bescheren wird.
Weiter haben wir noch 2 Kirschbäume, einen noch sehr kleinen, bei dem wir lange nicht wussten das es ein Kirschbaum ist, da er keine Früchte trug. Wir hielten ihn für irgendeinen Busch. Der zweite Kirschbaum ist der größte Baum in unserem Garten, er hat einen stattlichen Stamm und eine beachtliche Größe. Leider sind die Kirschen hier um kompletten Umkreis seit Jahren madig, daher dürfen sich die Vögel an den zwei Kirschbäumen gütlich tun.

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Es lässt sich nur ansatzweise erahnen, wieviel auf dem Ontario hängt.

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Ebenfalls Ontario

Apfeljagd - Teil I

Jun 172018

Unsere Apfelbäume haben dieses Jahr wohl großes vor. Was an Früchte schon am Baum gedeiht verheißt eine reiche Ernte. Unsere windigen 4-beinigen Erntehelfer sind schwer beschäftigt, denn ihrer Meinung nach kann man nicht früh genug auf Apfeljagd gehen.

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Carlotta's einjähriges Jubiläum bei uns

Sep 092018

Auf den Tag genau, ist Carlotta heute ein Jahr bei uns. Wir möchten heute über ihre Entwicklung in den vergangenen 12 Monaten berichten - oder besser gesagt: Ein Jahr superlustiger Galgo.

Carlotta kam zu uns als vorsichtige und etwas ängstliche Galga mit einer gehörigen Portion Neugier. Carlotta war aber nie der scheue und teilweise leicht panische Galgo aus Spanien. Ihre Neugier half ihr größtenteils Brücken zu bauen und Situationen zu überwinden, die ihr Angst machten. In den ersten 2 Wochen eroberte sie sich Stück für Stück und Raum für Raum bei uns im Haus. Carlotta's mitunter schwierigstes Problem mit engen Räumen und Durchgängen hat sie nun zu 95 % überwunden. Aber auch die Welt außerhalb vom Haus galt es zu erobern und in Gänze kennen zu lernen.

Das heikelste Thema bei Carlotta war Autofahren. In Spanien wurde sie mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Auto angefahren und schwer an der Hüfte verletzt. Unsere modernen Blechkutschen waren ihr ganz und gar nicht geheuer. Im Auto brach' sie oftmals in Panik aus, wenn ein anderes Auto aus dem Nichts um die Ecke bog und auf uns zu fuhr. Generell war Autofahren mit großer Übelkeit und daraus folgendem Erbrechen und enormen Kotdrang (5 Minuten nach Fahrtantritt) verbunden. So lernten wir im nahen Umkreis unseres Dorfes sämtliche Feldwege und Lösemöglichkeiten kennen. Hinzukommt für Carlotta die subjektiv empfundene Enge auf der Rückbank. Im Pick-Up klappte es besser, mit der kleinen roten Rennkiste musste sie sich länger und besser vertraut machen.
Inzwischen klappt das Autofahren so wie wir es uns immer gewünscht haben - stressfrei, egal wie lange oder kurz eine Mahlzeit zurückliegt.

Vor unserem Urlaub schoben wir Zweibeiner etwas Muffe: "enger" Wohnwagen aus Galgosicht (wer die Bilder aus den Urlaubslogbüchern kennt weiß, unser Wohnwagen ist weder klein noch eng), lange Anreise (minimum 2,5 Stunden) und fast nahezu tägliche Einkaufsfahrten. Was sollen wir nun sagen? Unser Sonnenschein überraschte uns. Wohnwagen-Urlaub ist für sie nun das tollste überhaupt und wenn die Stimmung schon derartig gut ist, ist auch Autofahren kein Problem mehr. Die Stimmung ist nachhaltig so gut, dass wir sie nun auch nach dem Urlaub von dem Saft gegen Erbrechen entwöhnen konnten.

Im Urlaub konnten auch wie Zweibeiner noch eine ganze Menge im Punkto Rudeldynamik lernen. Der Urlaub hat Carlotta und Flet so stark zusammengeschweißt, dass sie nun ein erstklassiges Team wurden. Sie laufen so eng nebeneinander an der Leine, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt. Flet verteidigt sein Rudel vehement gegen andere Rüden. Im Urlaub hatten wir fast nur andere Rüden auf dem Platz und Flet sprang im Dreieck, wenn ein Junggeselle sich seiner Madame nur näherte. Blieben die anderen Rüden auf Sicherheitsabstand war alles super entspannt. Umso schöner war es zu sehen, dass auf der Windhundausstellung für Carlotta alles tiefenentspannt war. Lottl fühlt sich unter Windhunden unglaublich wohl. Es war so schön zu sehen, dass sie tiefenentspannt zwischen den Barsoi-Damen Avrora und Jette vor dem Vorzelt lag und Siesta hielt - als hätte sie nie etwas anderes in ihrem Leben gemacht. Je mehr Windhunde auf einem Fleck, umso wohler fühlt sie sich. Es herrscht wie eine Art gänzlich blindes Verständnis füreinander.

Inzwischen vertraut uns die blaue Maus in allen Belangen, sie hat begriffen, wenn sie von uns wohin mitgenommen wird kann ihr nichts passieren. Wobei Großstadt, sei es München oder Augsburg, ihr immer noch unheimlich sind. Ein Friseur-Termin, ein Restaurant-Besuch, eine Einladung bei Freunden und Verwandten meistert sie mit Bravur. Neue Situationen werden grundsätzlich erstmal kurz skeptisch beäugt, dann orientiert sich das Carlotta an Flet und dann siegt bereits schon ihre Neugier. Neues kennen lernen und entdecken ist das Größte für sie.

Von Carlotta's anfänglichen Vorsicht, war nach den ersten 3 Monaten schon nichts mehr über. Das Gegenteil war eher der Fall, wir mussten ihrem dynamischen Tatendrang auch Grenzen setzen. Viel Maßregelung bedurfte es nicht und Carlotta wusste schnell was noch okay ist und wo der Spaß aufhört. Grundsätzlich waren das auch keine neuen Regeln, denn sie existieren schon, man musste die Madame nur wieder daran erinnern. Carlotta's Stärke ist, sich Verhalten bei Flet abzuschauen. Ergo ging das Abschauen der Regeln ruckzuck, denn Flet beherrscht den Verhaltenskodex aus dem FF.

Im August ließen wir Carlotta eine professionelle Zahnreinigung angedeihen - nun hat Madame wieder Alabaster-Beißerchen. Damit das nun auch so bleibt, schallen wir ihre Zähne nun täglich mit der Emmi-Pet Ultraschallzahnbürste.
Carlotta's Hüfte macht ihr mal mehr, mal weniger Schwierigkeiten. Wir können es mit regelmäßiger Osteopathie gut im Griff behalten. Von Schmerzmittelgaben sind wir glücklicherweise noch meilenweit entfernt. In 2 Jahren werden wir ihre Hüfte Kontrollröntgen lassen sowie etwaige Kapselverletzungen im Hüftgelenk mit Ultraschall beurteilen lassen. Mehr dazu dann zum entsprechendem Zeitpunkt. Ihre vorhandene Fehlstellung im Hüftgelenk ist nicht weg diskutierbar, stellt sich aber glücklicherweise als nicht so dramatisch da wie gedacht.

Urlaubslogbuch: Professor Fleet & Azubi Blue - Veteranen, Hitze und ein Whippet-Groupie

Apr 242018

Spontan verlängerten wir unseren Urlaub um einen Tag um Flet in der Veteranenklasse auf der CAC in Oberhausen vergangen Samstag "just for Fun" zu zeigen.
Der Wetterbericht sagte Sonne satt und fast 30°C voraus. Bei noch moderaten Temperaturen kamen wir in Oberhausen an und machten es uns am Ringrand gemütlich. Die Veteranenklasse der Whippet-Rüden ging in der größten Mittagshitze in den Ring. Es waren 4 Rüden gemeldet und Hund wie Besitzer kämpften mit der prallen Sonne. Wir sahen das alles sportlich, dabei sein ist alles. Flet belegte in der Veteranenklasse den 4. Platz.
Vorrangig ging es uns darum einen schönen Tag mit Freunden zu verbringen und da wir nur von unserem Urlaubsort eine halbe Stunde Anfahrt hatten, bot es sich nahezu an Flet zu melden.

Blue war den ganzen Ausstellungstag über megacool und relaxed. Sie sah immer wieder zu was die anderen Windbeutel im Ring taten, suchte sich ein Schattenplätzchen (auch wenn es der Schatten von uns rumstehenden/rumsitzenden Menschen war) und döste tiefenentspannt.

Wir hatten einen wunderschönen Tag mit lieben Freunden, sahen wunderschöne Windhunde und genossen unseren letzten Urlaubstag in vollen Zügen. Nochmal lieben Dank an Bernd und Andrea für die geliehene Vorführleine und Andrea und Erhard für das kurze Blue-Handling, als ich mit Flet im Ring war.

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Urlaubslogbuch: Professor Fleet & Azubi Blue - Dynamischer Mittagsausflug

Apr 292018

geschrieben von Blue

Ich konnte mir "das Urlaub" ja bisher nicht vorstellen, aber mit dem heutigen Date haben die Leinenträger den Vogel abgeschossen. Avrora habe ich ja schon vor Tagen kennen gelernt, aber das sich in ihrem Zuhause noch 2 weitere große Fusel leben war mir neu. Wie immer suchte der Professor mal wieder die Wodka-Flasche zum Party machen, aber auch dieses Mal gab es für uns alle nur Wasser. Aber mit einem hatte mein Lieblings Professor tatsächlich recht: Umso mehr Fusel dabei sind, umso lustiger wirds.
Am späten Vormittag brachen wir zu einem Spaziergang in die Weinberge auf. Nachdem ich und der Professor den Weg schon kannten, liefen wir ein Stück voraus. Für den Professor war das so auch besser, denn er war hinter jedem fussligen Rockzipfel her. Mach' nur so weiter und Du kriegst von mir noch eine Abreibung alá Wrestling-Blue. Wir liefen und liefen bei traumhaften Sonnenschein. Die Leinenträger quatschen und lachten was das Mundwerk hergab. In den Weinbergen angekommen, machten wir unter Bäumen im Schatten Rast.
Irgendwie wurde es auf Dauer auch langweilig mit der Rumliegerei im Schatten. Wir traten den Rückweg zum Campingplatz an. Typisch Flet, sich auf dem Hinweg dermaßen verausgaben wegen der gut riechenden Rockzipfel und auf dem Rückweg dann die Zunge auf dem Boden schleifen und kaum einen Meter voran kommen. Tztztz. Da erzähl mir noch einer was von Weisheit des Alters. Bei Flet ist es eher so: "Alter schützt vor Torheit nicht!". 
Ich war ja schon etwas angefressen, dass ich den Professor so hinter mehr herschleifen musste, dass ich das Beste fast verpasst habe. Avrora und Jette schrien plötzlich zur Jagd. Was? Wie? Wo? Wild? Ich muss da hin! Tschüss Leinenträger... Das Gesicht meines Leinenträgers war unbezahlbar, als er mit dem leeren Halsband da stand. Was tut die Leinenträgerin da? Sie rennt auf die Straße und wedelt wie verrückt mit den Armen. Wie freundlich und zuvorkommend ist das denn, sie stopp sogar extra den Verkehr für mich. Juhuu - dann kann ich nun ja Gas geben und meine Runden durchs hohe Gras drehen. Ihre Schreie von wegen "Blue, Blue" und von den Leinenträgern der Fusel "Naschen, Leckerchen, naschen" beeindruckten mich gerade mal peripher. Aber immerhin folgten die Leinenträger mir und wiesen mir den Weg Richtung Wald. Nach 6 schnellen Vollgasrunden, ließ ich mich müde und zufrieden ins Gras fallen. Boah ey, die Mittagshitze zollte ihren Tribut.
[Anmerkung der Leinenträger:] Unser Rückweg führte an einem Wildgehege mit Dammwild vorbei. Die Barsoi-Damen Jette und Avrora sahen im Gehege ein aufspringendes Reh und wollte damit gleich "Hasch mich - ich bin der Mörder" spielen. Blue hatte das Reh zum Glück nicht gesehen, aber reagierte augenblicklich auf den Jagdschrei und wand sich - ohne das Günter es an der Leine spürte - aus dem Halsband. Da Blue aber nicht wusste um was es genau ging, da sie ja das Wild nicht gesehen hatte, begann sie Kreise um uns alle zu laufen, in der Hoffnung das die Barsois ihr den Weg zeigen. Da Blue in Spanien eine sehr unsanfte Begegnung mit einem Auto hatte, war meine erste Amtshandlung den fließenden Verkehr zu stoppen und einen kleinen Stau zu produzieren. Günter ist mit Flet und den anderen in die Wiese Richtung Wald hineingelaufen um den Mittelpunkt des Kreises von der Straße wegzubewegen. Glücklicherweise ging unser Plan auf und Blue war dank Mittagssonne rasch platt und legte sich im Gras ab wo sie dann wieder sofort angeleint wurde. Wir haben daraus gelernt, nie mehr nur ein reines Schnallenhalsband am Galgo-Hals sondern nur noch Geschirr.
Zurück auf dem Campingplatz ging es für uns alle zur Abkühlung in den vorhandenen Wellnessbereich für Hunde. Dort gibt es eine reine Dusche nur für uns. Die Abkühlung war für uns alle göttlich. Im Anschluss hielten wir alle - bis auf den Professor - eine ausgedehnte Siesta im Schatten des Vorzelts. Den Professor muss wohl die Sonne zu lange auf den Deetz gescheint haben, bei planlosen Rumgegröle hilft manchmal nur im Schatten wegsperren. Danke Leinenträger - ab jetzt wird es doch noch ein ruhiger entspannter Nachmittag im Schatten.
Alle Beteiligten bekamen reichlich zu trinken. Wasser für die Vierbeiner und Hopfen-Kaltschale für die Zweibeiner. Ich habe den Mädelsnachmittag total genossen, lag tiefenentspannt zwischen den Barsoidamen, habe geträumt und den Professor krackeln lassen.

Unser Dank geht auch dieses Mal wieder an Andrea und Bernd mit den Barsoi-Mädels für diese vielen tollen und lustigen Stunden. Es wird sicher nicht das letzte Treffen gewesen sein. Im Herbst sehen wir uns wieder.


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(v.l.n.r.) "Avrora Radena Slovakia" (Rufname Avrora), "Klingsor's D'Jette-Nele" (Rufname Jette), "Borenka od Pordhorniho vrchu" (Rufname Borenka), Blue und Flet

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(v.l.n.r.) Avrora, Jette und Borenka

Urlaubslogbuch: Professor Fleet & Azubi Blue - Hui Buh reloaded und ein Barsoi-Date

Apr 142018

geschrieben von Flet

Urlaub in der Wohndose ist ja schon wirklich was tolles und es macht mir auch von jeher Spaß, aber ich glaube muss nun auf hohem Niveau meckern. Unter Tags durch die Gegend geschleift zu werden um sein Geschäft zu verrichten ist ja für mein Whippethirn noch verständlich, aber just in dem Moment mitten in der Nacht aus dem warmen Bett bzw. Sofa geworfen zu werden, sich plötzlich völliger Dunkelheit wieder zu finden ist schon mehr als nervig. Unsere Leinenträger nennen das „Spät-Gassi“. Was ist denn daran Gassi? Das leitet sich doch meines Wissens von Gasse ab und in einer Gasse ist immer eine Laterne und somit Licht. Für mich ist das eine Nachtwanderung! Dazu noch diese halb blinden zweibeinigen Nachteulen mit ihren komischen winzig Lichtfunzeln – ihr glaubt doch wohl nicht im ernst, dass das eine vernünftige ausgewachsene Straßenlaterne ersetzen kann?! Das kann schon deshalb nicht funktionieren, weil ich nicht dran pinkeln kann. Vorgestern Nacht wäre es doch dann tatsächlich für meine Azubine und mich mal auf der Nachtwanderung lustig geworden. Blue und ich haben noch schnell unseren Ballast abgeworfen, da wir das Jagdobjekt im angrenzenden Feld schon gesehen hatten und schon mal Krallen und Zähne gewetzt haben. Und was machen diese schreckhaften Spielverderber? Reden irgendwas von leuchtenden Augen im Feld, machen auf dem Absatz kehrt und verschwinden mit uns wieder Richtung Campingplatz. Sagt mal, seid' ihr blöd? Was denkt ihr denn, was ihr da gesehen habt? Das war doch bloß eine Katze, wo ihr uns gerade derb die Tour vermasselt habt…
Nun muss ich mal klugscheißen: Da nennt ihr Zweibeiner an euren Kutschen großspurig die funkelnden Anhängsel Katzenaugen und vor realen Katzenaugen zieht ihr den „Schwanz“ ein. Das ist ja schon fast gruslig.
Die Quittung für eure Hui Buh, dass Schlossgespenst-Aktion habt ihr am nächsten Tag bekommen. Meine Lieblings Azubi muss einen Albtraum gehabt haben, anders kann ich mir ihr schreckhaftes Verlassen der schützenden Unterkunft nicht erklären. Zweibeiner antreten zum Frühsport! Fangt die Azubine wieder ein… Blue Du musst noch wirklich viel lernen, Du hast es ihnen viel zu leicht gemacht – 5 Minuten ausbüxen, da hätte ich länger durchgehalten.
Blue's Schachzug noch eine Zecke mit ins Bett zu bringen hat wenigstens noch etwas zusätzliche Hektik verursacht. So langsam hast Du's drauf.
Das Verhalten der Zweibeiner ist oftmals wirklich vorhersehbar, ich glaube ich hole mir einen Nebenjob als Wahrsager. Ich hatte es doch schon vor einigen Tagen in meinen Hirnwindungen, dass bei dem ganzen Zweibeiner-Windhund-Gelabber nur ein Date für mich herausspringen kann.
Heute Morgen schepperte der „vor-das-Gesicht-und-an-das-Gesicht-halte-Wischkasten“ der Leinenträgerin. Gut, dass wir schon alle in der Kutsche bereit saßen, da ging es schon los.
Was wollt ihr denn hier? Erdbeeren oder Blumen pflücken? Achnee hier treibt sich ja das windige Fussel-Volk rum – ich rufe zur Party! Selbst Blue hat es schon gecheckt und konnte es genauso wenig erwarten aus der großen grauen Kutsche aussteigen zu dürfen. Verstehe schon, vielen Dank für die Blumen, war ja klar, dass die Leinenträger hier wieder die großen Spielverderber waren und wir Windbeutel nicht von der Leine durften. Da half auch nicht, dass ich mit Engelszungen versucht habe den Leinenträgern eine kleine freie Flirtzerunde nahe zu legen. Immerhin hat die Azubine auch immer wieder mal versucht ein gutes Wort für mich einzulegen, aber nach der Ausbüx-Aktion hat sie sich wohl nicht so recht getraut.
Ich will ja mal nicht so sein, es hat trotzdem mit Barsoi-Dame Avrora riesigen Spaß gemacht.

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Barsoi-Dame "Avrora Radena Slovakia"

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Urlaubslogbuch: Professor Fleet & Azubi Blue - Zefix a' Zeck und Barsoi-Charme

Apr 102018

geschrieben von Flet

Mensch' dieses Jungvolk, von nix eine Ahnung, keine Hilfe annehmen, beratungsresistente und dauerpanische Teenies. Sorry, dass musste mal raus. Blue ist ja wirklich mein Herzblatt, aber sie hat gestern Abend ein Geschrei veranstaltet wegen einer Zecke – da standen mir die Haare im Nacken schier zu Berge. Blue flitzte vom Vorzelt mit Fullspeed in den Wohnwagen aufs Bett und zurück. Ich habe nur die Augen verdreht.
Zefix wegen einer Zecke so einen Aufstand schieben? Was soll ich da sagen? Ich hatte vor vielen Jahren schon mal 30 Stück im Pelz kleben und das mit Sicherheit nicht nur an Wohlfühlstellen. Da stellt sich mich brav hin und die Zweibeiner entfernen die Untermieter und gut ist. Es gibt doch keinen Grund so einen Eiertanz aufzuführen.
Ich konnte schon gar nicht hinsehen, aber irgendwann war der Untermieter bei Blue Geschichte. Fragt nun lieber nicht, wie die Zweibeiner sich durchsetzen mussten. Es ähnelte ja schon fast „gefesselt und geknebelt“.
Und was machen die Zweibeiner, die Weicheier, holen beim Druiden im weißen Dress die Chemiekeule, um es der Azubine noch leichter zu machen.
[Anmerkung der Leinenträger:] Lieber Flet, auch Dich konnten wir mit einem Spot-On-Präparat vor Zecken wirksam schützen.]
So etwas einfältig und bauernschlau sind die Leinenträger ja schon. Immerhin haben sie erkannt, dass das aktuelle Werkzeug zum Zecken entfernen nicht das gelbe vom Ei ist. Also ging es nach dem Druiden auf Einkaufstour – ich kenn' das schon. Momentchen, sponantes Parken auf einem Feldweg kann nur eines heißen: Windhund gesichtet!
Hey cool, dass ist wieder einer der liebenswürdigen großen Fussel-Windhunde, die mindestens genauso durchgeknallt sein können wie wir Whippets. Fragt nicht, was ich mit denen schon für Parties abgefeiert habe. Olé, Olé ich bin schon in Party-Stimmung – eine Runde Wodka bitte!
[Anmerkung der Leinenträger: Wir wissen auch nicht warum, aber Whippets lieben Barsoi's (russische Windhunde) und umgekehrt.]
Okay, diesmal kein Wodka und keine Party – aber spazieren gehen ist auch super. Und das beste an der Sache, meine Azubine hat auch schon gecheckt, dass der Barsoi ein sehr lustiges Volk ist.
Ich müsste mich nun schon schwer täuschen, wenn meine Lieblings Leinenträger nicht noch – Azubine Du hörst nun mal weg – ein Date im Urlaub klar gemacht hätten, bei dem stundenlangen Gelabber.
Oh Wunder, oh Wunder, der Zecken-weg-Werkzeug-nach-Kauf hat auch noch funktioniert. Großes Lob diesmal an das Zweibeiner-Volk.
Boah nun bin ich aber müde und hau mich auf's Ohr und tue es meiner Azubine gleich – die pennt nämlich schon wieder.

Tja Flet, da Du nun endlich schläfst, gehört uns Leinenträger nun der letzte Satz:
Wir bedanken uns bei Andrea, Bernd und ihren Barsoi-Damen für das super nette Kennen lernen, die Herzlichkeit und freuen uns auf das nächste Treffen.

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Blue und Flet am tuscheln... Flet: "Blue, Barsois sind total lustig und superlieb...".

Urlaubslogbuch: Professor Fleet & Azubi Blue - Unterwegs und doch zu Hause

Apr 072018

geschrieben von Blue

Über das Osterwochenende fiel mir auf, dass Gegenstände in diesen Zusatzraum vor dem Haus verschwanden. Hat der Raum diese verschluckt? Und überhaupt, wo kam plötzlich dieser Raum her? Die Berichte über mein ominöses Wohnwagen-Training habt ihr alle ja sicherlich gelesen, aber ich weiß immer noch nicht was ein Wohnwagen ist und wozu das überhaupt von nutzen ist…
Die Leinenträger hätten mal lieber über mein Autofahr-Training reden sollen und nicht über seltsame Wohnwagen. Fakt war nämlich, ich saß einen halben Tag in der großen grauen Kutsche und oftmals standen wir dann zwischen riesigen Kutschen nur so herum. [Anmerkung der Leinenträger: Ein 23 km Stau auf der Autobahn kostet uns 2 Stunden extra, Fahrzeit: 5 Stunden]
Unser Ziel erreichten wir schlussendlich doch, zumindest waren die anderen 3 Mitreisenden dieser Meinung. Meine Reisebegleitung fühle sich auch sofort wie zu Hause und atmete tief durch. Ich verstand nur Bahnhof. Um einiges verwunderlicher an der ganzen Sache, der Zusatzraum – der überraschend vor unserem Haus auftauchte – stand nun hier mitten auf einer Wiese. Gut, dass Teil ist ja ansich ganz gemütlich, aber über diesen Sachverhalt grübel ich zu einem späteren Zeitpunkt nach – ich muss mal Pipi.
Meine Güte, so viele Gerüche von fremden Hunden, anderen Menschen, Fahrzeugen und anderem Getier – ich hätte vor lauter Schnüffeln, glatt das Pipi vergessen. Gottseidank fiel mir das doch noch ein.
Die erste Nacht war Abenteuer pur. Als es draußen dunkel wurde, dachte ich mir, wir könnten nun langsam mal zurück ins Haus gehen, ich hörte mein Lieblingskörbchen schon laut rufen. Aber die Leinenträger gingen nicht. Es sah eher danach aus, als richteten sie sich hier zur Nacht ein. Was wird das? Professor Fleet war die Ruhe selbst und gab mir mit einem Blick zu verstehen, dass ich noch viel viel lernen muss.
Das es über Nacht nicht so kuschlig warm sein wird wie im Haus, dachte ich mir gleich. Von Flet habe ich mir dann abgeguckt, dass man sich mit den Zweibeiner zusammenrotten muss. Als ich mich dazu durchrang, war es auch kuschlig warm. Gar nicht so blöd, Flet der alte Knopf. Aber zuviel darf ich den alt ehrwürdigen Professor auch nicht loben. Mitten in der Nacht kam er wohl auf die Idee, wo es noch wärmer ist und promt durfte er auch unter die Decke des Leinenträgers. Soweit – so gut. Aber warum muss Flet der alte Zipfelhuber so lange unter der Bettdecke rumrobben, bis er mich aus dem Bett geschubst hat. Davon ließ ich mich nicht abhalten, sprang wieder ins Nachtlager und siehe da, es gab sogar noch ein Stückchen Decke vom Leinenträger für mich. Geht doch! Zugedeckt nächtigen, könnte mir glatt gefallen.
Der nächste Morgen lief ansich fast wie immer. Nur etwas war an der Reihenfolge gedreht worden. Aber Hauptsache Essen im Napf und Pipi machen. Plötzlich gegen Nachmittag setzte bei den Zweibeinern eine derartige Betriebsamkeit ein, da wurde mir schwummrig. Ich kannte mich plötzlich gar nicht mehr aus. Scheinbar wollten die Zweibeiner nicht, dass wir sehen, was sie da gerade aushecken, des wurden schlagartig die Fenster von außen abgedunkelt. Professor Fleet war wie immer supercool und die Ruhe selbst. Ich glaube, der kennt den ganzen Spaß schon und weiß wie der Hase hier läuft. Er bedachte mir nur wieder mit einem viel sagenden „du musst noch viel lernen“-Blick. Der Knilch weiß doch was gespielt wird und sagt mir nur wieder nix.
Kaum einen halben Tag später, öffnet sich endlich die Tür des temporär Zuhauses und die Leinenträger haben es schon wieder getan. Da ist plötzlich ein Licht durchfluteter Raum den ich bis jetzt nicht kannte. Die Zweibeiner bringen mich noch zur Verzweiflung mit neuen Eindrücken, aber lasst mich mal erkunden, Fortsetzung folgt...

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Wohnwagen-Training mit Blue - Teil II

Mär 292018

Am Sonntag nutzten wir das tolle Wetter und die Gelegenheit um nochmal ein Wohnwagen-Training zu machen.
Blue brauchte erstmal gute 5 Minuten Gedenkpause, bis sie sich wieder in den Wohnwagen traute. Die Skepsis vom Vortrag wich der Neugier - dank warmen Temperaturen im Wohnwagen (wir hatten die Heizung vor dem Spaziergang angeschaltet).
Beim zweiten Training war Blue schon sicherer und nicht mehr so ängstlich. Ab dem Moment, als Günter das Madameshi auf's Bett gehoben hat, war das Eis gebrochen. Sie steckte die lange Galgonase in jedes offene Fach, erkundete jeden Quadratzentimeter der Bettwäsche (die wir wohl weißlich noch nicht gewaschen hatten, damit es vertraut riecht) und schlief sogar immer wieder entspannt auf dem Kissen am Boden oder im Bett ein.
Wir müssen ja nun ansich nicht betonen, dass eine erhöhte Liegeposition mit fast 360°-Rundumsicht für einen Windhund das non plus ultra ist. So etwas können wir zu Hause nicht bieten - aber im Wohnwagen. Blue kann - so bald sie auf dem Bett steht - so gut wie alles sehen was vor sich geht.
Die Chancen stehen sehr gut, dass aus Blue der selbe Wohnwagen-Fan wird wie Flet.
Korrektur: Kaum hatten wir diesen Bericht im Wohnwagen fertig geschrieben und wir rüsteten uns zum Aufbruch zurück ins Haus, wollte Blue partout nicht mitgehen. Sie blieb einfach auf dem Bett liegen, nach dem Motto: "Die Heizung läuft - das Bett ist riesengroß - ich bin entspannt - ich habe hier den Überblick über die gesamte Straße - macht ihr was ihr wollt, nur ohne mich!". Hervorragende Voraussetzungen!

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Wohnwagen-Training mit Blue - Teil I

Mär 252018

Oder wie passt eine Galga mit Angst vor engen Durchgängen und engen Räumen mit einem Wohnwagen zusammen?
Also kurzum den Wohnwagen aus dem Winterquartier geholt und vor dem Haus geparkt. Der erste fassungslose Blick von Blue war uns sicher: enge Tür (60 cm Breite), kaum war man hindurch gegangen öffnete sich ein Mini-Haus. Ihr Blick schien zu sagen, wo hattet ihr die ganze Zeit den Raum versteckt?
Umso erstaunter beobachtete Blue wie sich Flet in unserer großen Wohndose sofort wohlfühlte und durch die Gegend sprang wie Rumpelstilzchen. Flet's Verhalten wollte mit ihrer Unsicherheit, Skepsis und etwas Angst nicht ganz zusammen passen. Nun war es bei diesem ersten Wohnwagen-Training an uns Leinenträgern ihr die Angst und Unsicherheit zu nehmen.
Eines haben wir gleich richtig vermasselt: Windhund und frischere Temperaturen - trotz Klamotten - geht nicht ganz zusammen. Das erste Training ging nur eine halbe Stunde, da eine der zwei Gasflaschen leer ging und somit die Heizung aus ging. Wir hatten zwar noch eine zweite volle Gasflasche in peto, aber bekamen von Blue die rote Karte.
Alles in allem war wir glücklich, dass Blue überhaupt eine Pfote in den Wohnwagen setzte. Für uns war das ein Zeichen, dass wir mit Übung und Geduld die Angst bei ihr besiegen können.

PS: Wir schreiben diesen Blogeintrag live aus dem Wohnwagen, ihr könnt schon einmal neugierig auf Teil II sein ;-)

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...Flet der Wohnwagen-Profi macht es vor...

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Blue noch skeptisch

Was lange währt wird endlich gut...

Mär 182018

Der Umbau unserer Seite ist nun zu 99 % abgeschlossen.

- neuer Blog
- neue Galerie
- neues Banner ganz oben
- neue Link-Liste
- neues Gästebuch
- neue Statistik für uns :-) hihi

Das fehlende 1 % betrifft noch eine kontinuierliche Schriftartanpassung über die komplette Website - kommt Zeit, kommt auch das letzte Prozent!

Flet's Geburtstagsgeschenke

Mär 092018

Am Dienstag kam ein Paket für die Windigen. Ich wusste sofort, dass es Flet's Geburtstagsgeschenke sind. Ein sehr guter Freund und großer Fan von unserer Chaos-Prinzessin und unserem Blödsinn-König ließ es sich nicht nehmen Flet zum 10. Geburtstag mit Spielzeug zu beschenken.
Aus dem Paket kamen ein grunzend-rülpsendes Gürteltier und ein quietschender Geier. Video zur Spieleinlage der zwei folgt noch, der Sound des Gürteltiers ist irrsinnig lustig. Beim Produzieren des Video's habe ich mich allein aufgrund der Geräusche des Gürteltiers halb schlapp gelacht.

Vielen lieben Dank an unseren Freund Robert der Flet und Blue damit beschenkt hat. Die zwei hatten heute schon sehr viel Freude an den Tierchen.

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Das Gürteltier und der Geier

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Neue Galerie online

Mär 032018

Der vorletzte Schritt - bevor noch kleinere Schönheitskorrekturen folgen - ist nun getan.

Heute präsentieren wir stolz unsere neue Galerie mit alten wie neuen Bildern, frisch, modern und schick im Design.

Wir wünschen viel Spaß beim Durchklicken!

Neues Gästebuch online

Feb 272018

Die Administratoren haben mal wieder keinen Aufwand gescheut und den nächsten Teilbereich der Seite überarbeitet.

Heute präsentieren wir stolz unser neues Gästebuch mit allen bisherigen Einträgen, die aber logischerweise mit dem heutigen Tagesdatum eingetragen wurden. Die Reihenfolge blieb aber unverändert.

Sollte euch das neue Gästebuch, unter dem Menüpunkt "Gästebuch" nicht angezeigt werden, bitte den Cache eures Browser löschen. Wenn ihr mit der Maus nur auf den Menüpunkt "Gästebuch" im Seitenmenü fahrt, sollte euch unten als Bestandteil des Links .../yellabook/... angezeigt werden.

Wir wünschen euch nun viel Spaß beim Stöbern.

Windige Couch-Potatoe's

Feb 252018

geschrieben von Flet

Nach nun vielen Tagen und Nächten mit Blue muss der Whippet nun auch mal wieder ein paar Wörtchen mitreden. Meine Redezeit in den letzten 5 Monaten im Blog war leider sehr begrenzt - dabei hätte man mich schon mal nach meiner Sicht der Dinge fragen können, liebe Leinenträger. Ich hoffe ihr gelobt Besserung, denn schließlich bin ich der Hunderudelchef!
Der Titel dieses Blogeintrags trägt nicht mal ansatzweise dem Rechnung was ich hier täglich als Rudelchef zu tun habe.
Blue ist ein Wirbelwind sondersgleichen, da werden ich und meine Führungsqualitäten auf meine alten Tage nochmal ordentlich gefordert. Anfangs war ich ja wirklich geflasht von ihrer Schönheit und Grazie, habe aber schnell bemerkt, dass ich mich behaupten muss und der Dame hin und wieder einen Satz heiße Ohren verpassen, dass sie nicht zu übermütig wird. Essen, vorallem Abends sehe ich nun in einem ganz anderen Licht. Die Dame macht mir das Futter nur aus dem Grund nicht streitig, weil ich einfach reinhaue wie ein Scheunendrescher und immer versuche schneller zu essen als sie. Bei Spielzeug - war mir nie über Gebühr wichtig - wurde ich gewissermaßen altersmilde und überlasse es gerne - sofern sie es sich "erkämpft" hat - denn dann ist die Dame damit beschäftigt und kommt nicht auf die Idee mich körperlich anzugehen. Das ist leider der einzige Punkt, bei dem ich bemerke, dass ich kein Jungspund mehr bin.
Mit Blue bin ich sehr langmütig, lasse ihr vieles durchgehen, aber wenn es mir mal reicht dann zeige ich meine Beißerchen ohne Löcher zu hinterlassen. Meist ist die Dame dann wieder für eine gewisse Zeit eingenordet. Hehe, sie ist dabei manchmal so tollpatschig wie ich. Unlängst musste ich sie doch mal maßregeln und vor Schreck fiel sie vom Sofa, schupste den Couchtisch an einen neuen Ort und räumte Gegenstände darauf mal kräftig ab. Danke, dass der Unsinn nicht nur mir passiert.

Wenn man fast 10 Jahre lang als Junggeselle gelebt hat muss man sich mit einem 2. Windbeutel erst einmal arrangieren. Inzwischen kann mir eine Zeit ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Kuscheln mit ihr ist noch nicht so mein Favorit, aber ich taste mich ran. Ich wachse mit ihr nun immer mehr zum Team zusammen und wie sagt man so schön: "Pack schlägt sich - Pack verträgt sich!".

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Happy Birthday, Flet!

Mär 092018

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10 Jahre wird der verrückteste Whippet, den wir bisher kennen und lieben lernen durften nun alt. Die Zeit vergeht in rasender Geschwindigkeit, aber Flet wurde in all der Zeit nur ein Fünkchen weiser ;-)
Gesundheitlich geht es ihm blendend bis auf kleine Alterszipperlein im Rücken. Er sprüht vor Lebensfreude und Tatendrang. War er bevor Blue zu uns kam noch zeitweise etwas lethargisch und zeitweilens leicht depressiv, blüht er nun mit seiner neuen Aufgabe als Rudelführer regelrecht auf, meistert sie souverän und mit Bravur. Wir sind sehr stolz auf unserem kleinen Haus-Gremlin und wünschen ihm, dass er mit seiner herzerfrischenden und Whippet-Sturschädel-Mentalität noch lange bei uns bleiben wird.

Mal wieder nach oben geholt...

Feb 182018

Es gab und gibt Gründe warum wir nun wieder ein Dokument veröffentlichen, welches jahrelang nur auf Anfrage zugänglich war.
Jedes Jahr stellten wir den Sachverhalt auf's Neue auf den Prüfstand ob wir das Dokument online ohne weiteres zugänglich machen oder nicht. Nach nun fast 4 Jahren haben wir entschieden - endlich mit diesem Versteckspiel aufzuhören.
Dieses Dokument ist einfach ein Teil unserer Geschichte mit Flet, auch wenn kein schöner, aber wir werden uns nun nicht mehr verstecken nur weil wir einen kranken Hund haben.

Tiefschnee-Spaß

Jan 212018

Blue schreibt

An dieses Szenario Schnee da - Schnee weg - Matsch da - Schnee wieder da, habe ich mich inzwischen schon gewöhnt. Langsam finde ich an der kalten Pracht wirklich Gefallen. Dort kann man wenigstens laufen ohne bis zu den Karpalgelenken im Matsch zu versinken. Aber was soll ich sagen? Der Matsch ist höllisch glatt.
Jippie - seit langem endlich mal wieder ein sonniger Tag bei bestem Schneeverhältnissen. Die Zweibeiner waren heute auch recht zeitig auf den Beinen und wir Vierbeiner durften im Garten im Garten richtig Spaß haben. Bei fast 10 cm Neuschnee konnte ich dem Whippet-Gnom zeigen was ein Galgo so kann...
Sch*** -> Matschpfütze unterm Schnee -> ja Galgo's können auch fliegen! Zum Glück hat's Flet nicht gesehen... Gottseidank haben von dem Zwischenfall die Zweibeiner keine Fotos gemacht - denn es ist ja schon peinlich, wenn man dank Mantel 3 Meter auf dem Rücken durch den Garten rutscht. Aber alles gut - nix passiert - danach konnte die Party richtig los gehen.

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Flet bittet die Dame zum Tanz!

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Blue's Vergangenheit

Jan 142018

Bislang haben wir zu Blue's Vergangenheit und ihrem Leben in Spanien nicht viel geschrieben.

Wir wussten von vornherein über Blue's gesundheitliche Umstände bescheid und haben uns mitunter auch deshalb ganz bewusst für sie entschieden. Wir wollten in der Anfangsphase, als Blue sich bei uns eingewöhnte, keinen Nebenschauplatz schaffen und Blue die Zeit geben die sie braucht. Auch das positive Echo auf Blue hat uns in diesem Entschluss bestärkt, da wenn man von ihrer dramatischen Verletzung und dessen Folgen nichts weiß, es nicht bemerkt. Nun aber ans "Eingemachte".

Blue hat in Spanien mit Sicherheit einen guten Start in ihr Leben gehabt und war sicherlich als Jagdhund vorgesehen. Darauf schließen ihre amputierten Daumenkrallen, was in Spanien unter den Jagdzüchtern immer noch leidvolle Praxis ist. In ihrem ersten Lebensjahr muss sie einen tragischen Unfall gehabt haben, denn ihre Hüftverletzung lassen auf ein Zusammentreffen mit einem Fahrzeug schließen. Leider hat sie dann das Schicksal vieler Galgo's, die nicht mehr zu Jagd taugen ereilt und sie wurde verstoßen. Es grenzt schon an glückliche Umstände, dass ihre mehrfach gebrochene Hüfte (Bruch lief durch die Hüftgelenkspfanne und den Beckenknochen) ohne tierärztliches eingreifen wieder so verheilt ist, dass sie sich nahezu ohne Handicap bewegen kann.


An dieser Seite an ganz großes Dankeschön an den schweizer Tierschutz, die trotz schlechter tierärztlicher Prognose der spanischen Tierärzte, Blue trotzallem in die Schweiz holten. Hier wurde auch ganz offen in Blue's Vermittlungstagebuch über ihr Handicap berichtet. Darunter fanden sich Röntgenbilder, Arztbericht und diverse kurze Videos die einen Aufschluss gaben wie groß das Handicap tatsächlich ist. Uns ging es dabei, genau wie allen Bloglesern: Weiß man es nicht - sieht man es nicht!

Dem Unfall entsprechend hat Blue eine beginnende Arthrose in der rechten Hüfte, die aber derzeit noch gänzlich schmerzfrei ist und auch die Bewegung nicht eingeschränkt. Sicher ist auch, dass das Becken nicht in der Form zusammen gewachsen ist, wie es hätte seien sollen. Blue gehört zu den Hunden aus dem Tierschutz die tatsächlich aus medizinischen Gründen kastriert wurden, da ihr Becken soweit verengt ist, dass sie niemals Welpen gebären könnte. Die Kastration war auch eine bewusste Entscheidung von uns, da wir Blue auch unkastriert bekommen hätten.

Wer einen Eindruck über die Arbeit des schweizer Tierschutz erhalten möchte, insbesondere Hundepension Grisette, kann gerne vieles in Blue's Pflegestellen-Tagebuch nachlesen.

Ein Grund, warum wir uns unter anderem auch für Blue mit ihrer Geschichte entschieden haben war, dass unsere Haustierärztin nicht nur praktische Tierärztin ist sondern auch eine hervorragende Osteopathin und wir Blue so eine rundum Versorgung bieten können. Flet durfte von den osteopathischen Fähigkeiten schon lange profitieren und es wurden Besserungen bei ihm erzielt die bisher keine Physiotherapie geschafft hatte.

Gestern hatte Blue ihre 2. wirkliche Osteopathie-Behandlung seit sie bei uns ist. Blue kämpft immer wieder mit Muskelverspannungen im Becken- und Hüft/Lendenwirbelsäulen-Bereich. Von außen lässt sich das relativ leicht erkennen, da sie den rechten Hinterlauf in der Vorwärtsbewegung nach innen unter den Körper zieht. Mit Sicherheit hat auch das feucht kalte Wetter der letzten Wochen daran einen Anteil.

Eine kleine Rückblendung zu Blue's erster winzigen osteopathischen Sitzung (Erstaufnahme und 5 Minuten Osteopathie): Danach konnten wir sofort erkennen, dass Blue's Bewegungsablauf des rechten Hinterlaufs wieder einwandfrei war. Viel wichtiger, wir hatten einen Galgo der von der Haustür bis ins Wohnzimmer durchstartete und im Wohnzimmer juchzte vor Freude, dass er sich wieder bewegen kann.

Da uns die Störungen im Gangbild bei Blue wieder auffielen, war die 2. Osteopathie angesagt. Da hierbei der Hund auch einen großen Teil mitarbeiten muss, ist es nicht selbstverständlich das Blue 60 Minuten mitarbeitete. Aber es scheint so, dass Blue inzwischen um die Vorzüge der Behandlung weiß und das nachfolgende Bild spricht für sich.

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Blue schlief nach der Osteopathie sofort auf der Liege ein.

Wir mussten Blue nur sehr flott wecken, da die Osteopathie äußerst entspannend auch auf die Blase wirkt und wir wollte einen kleinen See in der Praxis vermeiden. Auf dem Weg aus der Praxis konnten wir ein atemberaubend raumgreifendes Galgo-Gangwerk im Trab erspähen, das von der freien Bewegung nicht genug haben konnte. Und wie zu erwarten, musste Madame gefühlte 2 Liter ablassen.

Ein kleines Fazit:
Ein frecher Gedanke von uns, nachdem wir Flet mit seiner Epilepsie schon auf die Beine helfen konnten, sind wir bei Blue mindestens genauso akribisch.

Obendrauf haben wir noch eine supertolle Freundschaft mit Blue's Pflegeeltern dazu gewonnen, wie man sicher in den Kommentaren sehen kann. VIelen Dank an dieser Stelle nochmal an Yve und Stef für eure Offenheit, Freundschaft und einen supertollen Pflegeplatz für Blue. Nochmal vielen Dank auch an Sandra von Hundepension Grisette die uns mit ihrem "letzten Wort" ;-) Blue anvertraut hat.

Wir befinden uns jetzt im jetzt...

Jan 132018

Mit der kleinen Anleihe aus Mel Brooks Spaceballs melden wir unseren Blog in der überarbeiteten Version betriebsbereit zurück!

Es ging nun doch deutlich flotter als gedacht:

Alle Inhalte aus dem alten Blog sind inklusive Kommentare wieder da

Einige Inhalte aus unserer allerersten Homepage aus dem Jahr 2010 - 2011 haben wir auch noch hinzugefügt

Alle Videos sind nun unter der Kategorie "Videos" zu finden. Unsere "Video-Seite" im linken Auswahl-Menü weißt nun auch direkt dorthin.

Wie schon im Post "Alles neu in 2018" beschrieben, muss man sich für das Kommentieren nun nicht mehr anmelden, da die Kommentare einzeln von uns Admins freigeschalten werden.

Grundsätzlich werden wir in 2018 nahezu 80 % der Seite überarbeiten müssen, ergo freut euch schon über viele neu überarbeitete Rubriken der Homepage. Das wird die Galerie, das Gästebuch und die Linkliste betreffen.

Im Blog halten wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden!

Nun wünschen wir euch viel, viel Spaß mit unserem neuen Blog und freuen uns auf viele Kommentare!

Alles neu in 2018!

Jan 072018

Herzlich Willkommen in unserem neuen Blog!

Wie einige regelmäßige Leserinnen und Leser sicherlich mitbekommen haben, war der Blog im Dezember zeitweise offline.

Grund dafür war, dass das Script für den Blog nach 7 Jahren leider deutlich angegraut ist und mit der Software auf der Webserver nicht mehr so ganz zurecht kommt. Daher haben wir uns entschlossen unserem Blog eine Frischzellenkur zu verpassen, frei nach dem Motto: "Alles neu in 2018!".

Alle neuen Blog-Einträge sind ab sofort hier zu lesen. Nebenbei arbeiten mit Hochdruck daran, die alten Blog-Einträge aus 7 Jahren sukzessive in den neuen Blog zu übernehmen. Da wir mit den ältersten Einträgen beginnen werden, habt ihr die Gelegenheit nochmal einen Blick auf das Vergangene zu werfen. Da es sich um fast 1.000 bisherige Blog-Einträge handelt, bitten wir um Verständnis, dass es einige Wochen bis Monate dauern kann bis wir im Jetzt angekommen sind ;-). Sobald alle alten Einträge im neuen Blog übernommen sind, werden wir den alten Blog offline nehmen.

Die User-Anmeldung für die Kommentarfunktion ist nicht mehr nötig. Ist für einen Beitrag von uns die Kommentar-Funktion freigegeben, kann einfach unter dem Beitrag im Kommentar-Bereich kommentiert werden. Der Eintrag wird nicht sofort angezeigt, denn er muss durch uns erst freigegeben werden. Daher kann es bei der Freischaltung des Kommentar's zu gewissen zeitlichen Verzögerungen kommen.

Neu ist auch, dass die Beiträge in Kategorien unterteilt sind, damit alles etwas übersichtlicher wird.

PS: Es ist eine neue Umfrage online!

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