Windbeutel Blog

Urlaubs-Logbuch: Rothenburg ob der Tauber aus Hundesicht

Okt 092019

geschrieben von Flet

Morgens bei strahlendem Sonnenschein aufstehen, sich schon auf die urlaubstypische Gassi-Runde freuen, aber dann kam DAS! Ein Ausflug im Urlaub, ich weiß gerade nicht, was schlimmer ist: Urlaub, ein Ausflug, ein Ausflug im Urlaub oder die Ideen der Leinenträger?
Plötzlich fanden wir uns vor einer steilen Treppe wieder, die diesen Namen aber wirklich nicht verdient, denn für einen Whippet ist es eher wie gegen die Wand laufen. Und verdammt nochmal, wer hat die Stufen schon wieder auf hochglanz poliert und gebonert? Entweder latschen hier Horden von Attila's Hunnen tagein und tagaus darüber oder jemand der Stadtbewohner hat einen absoluten Putzfimmel. Ich bin dann aber schimpfend und grummelnd mit gutem Beispiel voran gegangen und habe dem jungen blauen Hüpfgemüse mal gezeigt wie ein Whippet mit Bergziegen-Diplom eine derartige Treppe erklimmt.
Hier hatten die Baumeister mal wieder viel zu wenig Steine zur Verfügung, so schmal und niedrig der Wehrgang hier ist. Da muss ich als Whippet schon fast den Kopf einziehen. Und der permanente Gegenverkehr... Das Hüpfgemüse und ich wurden dann permanent an die Wand gedrückt, dass die anderen nicht-Windhund-Zweibeiner passieren konnten. 
Man kann es ja kaum glauben, den Zweibeiner ist es auch noch gelungen ein vernünftiges Treppenhaus auf dem Weg von dem Wehrgang herab zu finden: griffige Holzstufen, wenn auch schmal und schon fast eine moderne Prunksteintreppe für den restlichen Abstieg. Geht doch! Warum habt ihr das nicht schon früher herausgefunden?
Die Innenstadt war wie jede andere Innenstadt auch - kennst Du als Hund eine - kennst Du alle! Lottl sah das aber komplett anderes. Für Lottl ist immer alles toll und sie bricht sich halb den Hals vor lauter herumgucken. Aber irgendwie hat sie schon etwas recht. Es waren sehr viele Gruppen von Zweibeiner, die sich durch die zahlreichen Gässchen schlängelten die komplett anderes aussahen und unverständlich redeten. Aber nachdem die Gruppen immer freundlichen lächelten, ihre Wischkästchen zogen und uns fotografierten und filmten, war das doch alles ganz okay. Ich wusste gar nicht, dass wir hier so berühmt sind. 
Ich hatte ja schon mittelschwere Bedenken, dass das blaue Brems-Tier (bleibt beim gucken immer stehen) bei den Menschenmassen kaum vom Fleck kommt. Aber ich glaube, endlich hat sie es verstanden und sich an mir ein Beispiel genommen: Kopf hoch, Poser-Gang einschalten und einfach weiterlaufen, denn die Zweibeiner weichen schon aus. Das ganze Rumposen ist aber ordentlich anstrengend und zu gut, dass die Leinenträger für den Rückweg einen Schleichweg gewählt haben, wo man endlich mal wieder in Ruhe dahinschlendern konnte.
Und es ist schon verwunderlich, dass es dieses Zweibeinvolk problemlos durch ein fremdes Straßengewirr schafft ohne sich zu verlaufen und das ganze ohne Wegmarkierungen. So haben wir es dann tatsächlich zu großen grauen Kutsche zurück geschafft und ich konnte mich auf eine Ruhepause für meine alten Knochen auf dem Rückweg freuen.

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...schon wieder eine endlos Burg...

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Lottl interessiert und fasziniert wie immer

Urlaubs-Logbuch: Auf den Spuren der Römer - das Limestor - Teil I

Okt 012019

Nach der Replikat des Limes-Turms, fanden wir ganz in der Nähe noch ein Original: nämlich das Limes-Tor und gleichzeitig UNESCO-Weltkulturerbe.
Um die Überreste der Grenz- und Tormauern zu erhalten wurde ein futuristisch anmutender Edelstahl-Glaswürfel darüber gesetzt. Es handelt sich dabei um die letzte Phase der Grenzbefestigung in Stein mit Torbauwerk und vorgesetzter Prunkfassade. Die Prunkfassade wurde zur Verdeutlichung als Nachbau angedeutet. In dem Edelstahl-Glaswürfel befindet sich ein kleines Museum mit viel wissenswertem über die Bauphasen des Tores.
Die Hunde durften leider nicht mit hinein, aber es folgt noch ein Teil II.

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Wildblumen auf dem Hinweg zum Limes-Tor

Urlaubs-Logbuch - Stadtbesichtigung mit Windhunden

Sep 242019

geschrieben von Carlotta

Urlaub ist ja eine prima Erfindung - jeden Tag gibt es Action, aber man könnte oftmals auch sagen: "Täglich grüßt das Murmeltier?!". Da dachte ich doch glatt, ha in der Stadt kenn ich mich ja schon aus. Aber nix wars... Diesmal keine endlos Burg.
Gut, dann schauen wir uns die Häuseransammlungen mal genauer an. Flet der alte Knopf ist abgeklärt wie immer und dappelt überall brav hin mit... Ich tue es ihm gleich, denn ich bin zwischen ein ganz schön stadttauglicher Galgo geworden. Fußgängerzone, Autos und viele Menschen schockt mich nicht mehr. Eigentlich wirklich hübsch hier, die Bemalung an den Häusern ist sehr einheitlich (die Schriftzüge aller Läden in Dinkelsbühl sind in einheitlicher Schrift gehalten.). Bei dem ganzen herumgucken sind wohl auch die Leinenträger etwas müde geworden und daher war eine kurze Rast sehr willkommen.
Und Fleet immer mit seinem "...guck' mal hier - guck' mal da...", da komm ich mit dem gucken kaum hinterher. Aber den Leinenträgern fällt ja immer etwas neues ein und so bogen wir fluchs in's "Hinterland" ab.
Das Hinterland war aber sowas von sehenswert, sage ich euch: Es gab da schmale Holztüren, teilweise mit Löchern an der Unterseite zwischen allen Häusern. Aus einem dieser "Löcher" kroch ein buckelndes und fauchendes Fellknäul. Flet der Wahnsinnige packte sofort Tonlage Wolf aus. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, da musste ich sofort mit grollen. Und die feige, pelzige Furie ergriff mir nichts dir nichts augenblicklich die Flucht. Leider verschwand sie wieder durch das Loch unter der Tür. Flet war sich um einige "nette" Wort nicht verlegen, die er dem Fellknäul pöbelnd hinterher brüllte.
Auf dem restlichen Rückweg, mussten wir jede dieser schmalen Türen sehr genau inspizieren ob sich dort auch so ein kurzweiliges Intermezzo bot.

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