Windbeutel Blog

Windige Couch-Potatoe's

Feb 252018

geschrieben von Flet

Nach nun vielen Tagen und Nächten mit Blue muss der Whippet nun auch mal wieder ein paar Wörtchen mitreden. Meine Redezeit in den letzten 5 Monaten im Blog war leider sehr begrenzt - dabei hätte man mich schon mal nach meiner Sicht der Dinge fragen können, liebe Leinenträger. Ich hoffe ihr gelobt Besserung, denn schließlich bin ich der Hunderudelchef!
Der Titel dieses Blogeintrags trägt nicht mal ansatzweise dem Rechnung was ich hier täglich als Rudelchef zu tun habe.
Blue ist ein Wirbelwind sondersgleichen, da werden ich und meine Führungsqualitäten auf meine alten Tage nochmal ordentlich gefordert. Anfangs war ich ja wirklich geflasht von ihrer Schönheit und Grazie, habe aber schnell bemerkt, dass ich mich behaupten muss und der Dame hin und wieder einen Satz heiße Ohren verpassen, dass sie nicht zu übermütig wird. Essen, vorallem Abends sehe ich nun in einem ganz anderen Licht. Die Dame macht mir das Futter nur aus dem Grund nicht streitig, weil ich einfach reinhaue wie ein Scheunendrescher und immer versuche schneller zu essen als sie. Bei Spielzeug - war mir nie über Gebühr wichtig - wurde ich gewissermaßen altersmilde und überlasse es gerne - sofern sie es sich "erkämpft" hat - denn dann ist die Dame damit beschäftigt und kommt nicht auf die Idee mich körperlich anzugehen. Das ist leider der einzige Punkt, bei dem ich bemerke, dass ich kein Jungspund mehr bin.
Mit Blue bin ich sehr langmütig, lasse ihr vieles durchgehen, aber wenn es mir mal reicht dann zeige ich meine Beißerchen ohne Löcher zu hinterlassen. Meist ist die Dame dann wieder für eine gewisse Zeit eingenordet. Hehe, sie ist dabei manchmal so tollpatschig wie ich. Unlängst musste ich sie doch mal maßregeln und vor Schreck fiel sie vom Sofa, schupste den Couchtisch an einen neuen Ort und räumte Gegenstände darauf mal kräftig ab. Danke, dass der Unsinn nicht nur mir passiert.

Wenn man fast 10 Jahre lang als Junggeselle gelebt hat muss man sich mit einem 2. Windbeutel erst einmal arrangieren. Inzwischen kann mir eine Zeit ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Kuscheln mit ihr ist noch nicht so mein Favorit, aber ich taste mich ran. Ich wachse mit ihr nun immer mehr zum Team zusammen und wie sagt man so schön: "Pack schlägt sich - Pack verträgt sich!".

undefined

undefined

Meine neue Nachbarin: Fräulein Vroni

Okt 212016

geschrieben von Flet

Seit Wochen ist großes Palaver am Maschendrahtzaun, leider blieb mir der Blick immer wieder verwehrt und so recht konnte ich nicht mitbekommen um was es geht.
Und dann sah' ich sie Anfang dieser Woche, ein Wollknäul in Gold: Fräulein Vroni.
Vroni gehört der Hybrid-Rasse des "Goldendoodles" an und ist aktuell 12 Wochen jung. Ich war sofort hingerissen als ich sie sah', schrie' mir vor Entzückung schier die Stimmbänder aus dem Hals. Es dauerte ein Weilchen bis sie mich hinter dem Wildwuchs am Zaun sehen konnte, meine Rute wedelte schon fast im Kreis und ich war kurz davor abzuheben wie ein Hubschrauber. Dann durften wir mal kurz schnüffeln, und sie roch' unverkennbar nach Baby.
Es wurde zwischen den Leinenträger noch kurz etwas besprochen und dann wurde ich mit ins Haus genommen.
Dann kam endlich das Spiel-Date:

Vroni ist total quirlig, wuschlig, welpentypisch ungestüm und unerschrocken mit einer Prise Frechheit. Aber nun schaut euch einfach die Bilder an:

undefined

undefined

Garten- und Landschaftsbau Fletcher

Jul 172016

geschrieben von Flet

Seit Monaten steht nun schon die Baustelle in meinem Garten still, da das Personal mit dem nicht grünen Daumen alles schleifen lässt. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis Betonplatten ausgegraben wurden und dann liegen die nur rum. Zwischenzeitlich konnte man den Arbeitseifer dann doch mal wieder erahnen, als die Betonplatten zu einem Stapel zusammen gefasst wurden. Von den anschließenden viel beredeten Erdbewegungsarbeiten war rein gar nichts zu sehen!
Da musste ich doch nun endlich das Heft in die Hand nehmen und selbst Pfote anlegen.

[Anmerkung der leinentragenden Redaktion: Rund um das Blumenbeet an der Terrasse waren Waschbetonplatten als Begrenzung zum Rasen vergraben, die es in einem ersten Schritt zu entfernen galt. Dann flogen Stück für Stück alle Rosenstöcke sowie sonstige Pflanzen aus dem Beet. Als besonders hartnäckig erwies sich der Efeu. Als das getan war, musste eine Mauer aus Beton U-Steinen dran glauben. Ab jetzt kann man in viel Grabearbeit und mit jeder Menge händischer Erdbewegung aus dem Blumenbeet eine sanfte Böschung zum Rest des Gartens machen.]

undefined
Hier muss ich fachmännisch überprüfen ob der Rosenstock auch vollständig entfernt wurde...

undefined
Nichts wird hier sauber ausgeführt. Immer diese Pfuscher am Werk! Überall muss man nacharbeiten...

Mein Knastologie Studium

Jun 132016

geschrieben von Flet

Was für eine Frechheit: Das sich Hunde an Universitäten nicht einschreiben können, ist mir inzwischen hinreichend bekannt. Ich hätte in jungen Jahren gerne Hasologie (das Studium der Hasen- und Kleintierjagd) eingehender studiert. Leider gab es diesen Studiengang nicht. Daher wurde auch nichts aus den Diplomen und Promotionen als Prof. Dr. Dr. Fleet.
Nun wurde ich dazu verdonnert doch einen Studiengang zwangsweise zu belegen: Knastologie - auch Gitterkunde genannt. Ich sage euch, es gibts nichts hölzerneres und nichts eintönigeres. Meine "Gefängnis-Wärter" sind der Meinung das ich das studieren müsse, da man meinem irren "ich-freue-mich-wie-ein-Brummkreisel"-Verhalten sobald Besuch kommt oder die Leinenträger nach Hause kommen nicht bei kommt.
Naja ich mache nun das beste daraus.

undefined

undefined

Ausflug zur Burgruine Niederhaus

Mai 292016

Na prima, da werfen mich meine Leinenträger zu einer Unzeit aus dem Bett, nur um Schrott auf die Ladefläche zuschmeißen und zum Wertstoffhof zu fahren. Danach geht es mit Sicherheit wieder in den Baumarkt, wo ich dann total langweilig mitdackeln muss... Bisher ging es fast jedes Wochenende wegen irgendwas in den Baumarkt und danach wurde im Garten geschuftet. Immerhin da durfte ich dann durch Mithilfe – grabenderweise – glänzen. So geschah' es aber gestern widererwartend nicht!
Nach dem Besuch des Wertstoffhofs ging es eine ganze Weile kurvig dahin bis wir auf einen Parkplatz einbogen. Wo wollen die nun wieder mit mir hin? Ich sehe hier weit und breit keinen Baumarkt, nicht mal einen Biergarten oder ein anderes Geschäft.
Jetzt geht es auch noch bergauf, sind die wahnsinnig?? Es ist doch schon warm genug... Wer hat denn hier seinen Schutt abgeladen? Hier steht ja fast kein Stein mehr auf dem anderen. Ahhh, eine Infotafel: Mittelalterliche Burgruine Niederhaus. Na, dass das kein Hochhaus ist, kann sogar ich erkennen.
[Anmerkung der Leinenträger: Die ebenfalls mittelalterliche – einsturzgefährdete - Burgruine Hochhaus gibt es tatsächlich und sie ist auf der Anhöhe direkt gegenüber zu finden.]
Die Zweibeiner führen mich durch die Burganlage, nun weiß ich warum die Leinenträger Mittelaltermusik nicht besonders gerne mögen: von dem „Getute“ fällt ja alles in sich zusammen.<br>Nun genug gemotzt und geschimpft. Eigentlich ist das hier ein Erlebnisklettergarten, wo ich meine Ambitionen als „Berggemse“ voll ausleben kann.

undefined

undefined

Bin ich nun doof, oder was?

Apr 162016

Flet schreibt

Wie schnell ging das denn? Kaum passt man eine Stunde nicht auf seinen Garten auf und beaufsichtigt den "Gärtner" verschwinden plötzlich Hecken auf Grundstücksbreite. Mich hat dazu selbstverständlich mal wieder niemand angehört. Mein Einverständnis hatte ich auch nicht gegeben, als wenn das auch tatsächlich etwas nützen würde... Manchmal halten mich meine Leinenträger für den "Depp seinen Brotzeitbeutel".
Ich fand die Hecke klasse, man fand dort immer wieder neue Stellen um das Beinchen zu heben und auch um sich das ein oder andere Mal wieder eine leichte Hornhautverletzung der Augen zu holen. Das mit der Hornhautverletzung war selbstverständlich nicht toll, aber hey dort haben immer mal Vögel genistet und das war wiederrum mords spannend. Und Mäuse hörte ich dort auch immer wieder einmal rascheln.
Nun ja, jetzt habe ich freie Sicht auf Leo. Das ist der 1,5-jährige Mischlingsnachbar. Um es präziser auszudrücken, der Hund von unserem Nachbarn Herrn D.. Was soll ich sagen? Meine Freude hielt sich augenblicklich in Grenzen, als die Hecke verschwunden war.
Da habe ich in mühsamen Stimmband-Training mein tiefes Grollen nahezu perfektioniert, denn es hatte ja hinter der Hecke für Leo immer einen Überraschungseffekt, wenn wir aufeinander trafen. Leo's Reaktion war immer wieder sehenswert. Er war so erschrocken, dass er mit einem Satz gute 10 Meter Sicherheitsabstand herstellte. Die Reaktion blieb auch ohne Hecke die selbe. Das Spielchen, an den Zaun stürmen und Leo beim Zurückhechten zu beobachten war enorm lustig. Leider nicht lange. Als meine Leinenträgerin vom Spielchen Wind bekam, flog mehrmals die Kieselsteinen gefüllte PET-Flasche in meine Richtung. Seither lasse ich das lieber bleiben – dabei war es zu lustig.
Bin ich eigentlich doof? Vielleicht lässt sich mit Leo auch ganz normal spielen?! Es ist ja nun zu doof, wenn ich ihn am Zaun freundlich begrüße und er mir nicht glaubt und sofort wieder in Sicherheit verschwindet. Ich habe noch nie davon gehört, dass ein Whippet einen fast doppelt so großen Mischling durch den Zaun gezogen habt. Aber vielleicht hat Leo ja davon gehört?!

undefined

undefined
Schnüffeln...

Atom

Powered by Nibbleblog